Inklusion in Goslar 3.0

Die 12. Klasse der Fachoberschule Gesundheit und Soziales, Schwerpunkt Sozialpädagogik, organisiert das diesjährige Festival unter dem Motto „Inklusion in Goslar 3.0“. Sie sind gespannt, wie die vier Kinoabende ankommen. (Foto: Schule)

Projektgruppe zeigt bei ihrem Filmfestival ganze neue Perspektive / Zwei Themen im Fokus

Wenn Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam die Schule besuchen oder arbeiten, dann ist das gelungene Inklusion. Dieses Thema haben sich Schüler der Fachoberschule Gesundheit und Soziales mit dem Schwerpunkt Sozialpädagogik angenommen. Mit Erfolg. Das Ergebnis wird jetzt wieder im Rahmen eines besonderen Filmfestivals präsentiert. Dabei drehen sie das Inklusionsthema sogar weiter. „Inklusion in Goslar 3.0“ lautet der Titel. Damit will die 12. Klasse des Schwerpunktes Sozialpädagogik an der Berufsbildenden Schulen Goslar-Baßgeige/Seesen, dem Inklusionsthema eine neue Perspektive geben. „Flucht und Vertreibung heute“ sowie „Schule“. Letztere wird als ein Ort gesehen, an dem unterschiedliche Menschen gemeinsam ihre Zeit verbringen werden. Zwei Filmpaare gibt es, sowohl die „Blockbuster“-Komödie, als auch der Dokumentarfilm greifen jeweils das gleiche Thema auf“, teilt Heero Doose-Grünefeld, Verantwortlicher der Projektgruppe „Inklusion in Goslar 3.0“ mit. Vom 21. Februar bis zum 4. April läuft das Film-Festival der Schüler im Goslarer Theater. „Willkommen bei den Hartmanns“ und „Gestrandet“ bilden das erste Filmpaar zum Thema „Flucht und Vertreibung heute“. Dafür konnten die Schüler den Verein „Leben in der Fremde“ gewinnen. Beim Kinobesuch allein wird es nicht bleiben. Denn im Anschluss an den Film wollen sie sich kritisch damit auseinandersetzten. „Fack Ju Göhte“ eröffnet das zweite Filmpaar zum Thema „Schule“. Als Höhepunkt kann zweifelsohne der Festivalabschluss angesehen werden. Gezeigt wir am 4. April „Berg Fidel – eine Schule für alle“. Dieser Film wurde bereits im Rahmen des ersten Festivals gezeigt. Er machte bereits 2013 sehr neugierig, wie es mit den im Film portraitierten Kindern seitdem weiter ergangen ist. Eine Antwort darauf kennt die Regisseurin des Films Helma Wenders. Sie wird an diesem Abend die Fragen beantworten. „Freuen Sie sich mit uns auf vier besondere Kinobesuche, und seien Sie Teil unserer inklusiven Gesellschaft“, heißt es in der Ankündigung. Die Filme laden alle zum Lachen oder Schmunzeln aber auch zum Nachdenken, Zweifeln, Traurig oder Wütend sein ein, wirbt Heero Doose-Grünefeld von der Projektgruppe. Das Festival ist eine Kooperation des Goslarer Theaters, des Vereins „Leben in der Fremde“ und der Berufsschule Mediengestalter. In den Jahren 2013 und 2015 fanden das erste und zweite Filmprojekt „InKlusion IN GOslar“, initiiert und durchgeführt von Schülern der Berufsbildenden Schulen Goslar-Baßgeige/Seesen, statt.

Diese Filme hat die Projektgruppe ausgewählt
„Willkommen bei den Hartmanns“: Am 21. Februar wird der erste Film gezeigt. Der deutsche Streifen lief 2016 mit sehr großem Erfolg. Anschließend soll mit Gästen und dem Publikum dieser Erfolg kritisch reflektiert werden.
„Gestrandet“: Am 7. März folgt dieser Dokumentarfilm. Hier wird die Situation von geflüchteten Menschen dargestellt. Auch hier werden Gäste anwesend sein, die durch Flucht und Vertreibung betroffen sind beziehungsweise sich für geflüchtete Menschen einsetzen.
„Fack Ju Göhte“: Der am 21. März gezeigt Film war eine sehr erfolgreiche Schulkomödie im Jahr 2013. Auch dieser Erfolg soll kritisch hinterfragt werden, Fachleute werden anwesend sein.
„Berg Fidel – eine Schule für alle: Der Film wird zum Abschluss des Festivals am 4. April zu sehen sein. Es wird an diesem Abend die Regisseurin des Films, Helma Wenders, zu Gast sein, die den Anwesenden erzählen kann, wie es weitergegangen ist.
Die Filme starten jeweils um 19.30 Uhr im Goslarer Theater, Breite Straße 86, in Goslar.