Insolvenz beim Traditionsbetrieb Möbel Fricke

Steckt in finanziellen Schwierigkeiten – das Traditionsunternehmen Möbel Fricke, das neben seinem Standort im Goslarer Gewerbegebiet „Baßgeiege-West“ auch noch in Wernigerode ein Haus betreibt. Foto: Strache

Hamburger Rechtsanwalt Berthold Brinkmann als Insolvenzverwalter eingesetzt

Der Hamburger Rechtsanwalt Berthold Brinkmann, derzeit auch zuständiger Verwalter im Insolvenzverfahren um den angeschlagenen Mineralbrunnen „Harzer Grauhof“, hat einen weiteren Auftrag in Goslar.

Laut einem Bericht der Goslarschen Zeitung vom 14. August hat das Bad Harzburger Traditionsunternehmen Möbel Fricke am Freitag vergangener Woche beim Amtsgericht Goslar den Antrag auf die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. „Derzeit gäbe es noch keine weiteren Informationen, man sichte das Material und sondiere die Lage“, äußerte sich Geschäftsführer Frank Fricke gegenüber der GZ.
Das Möbelhaus mit Standorten im Goslarer Gewerbegebiet Baßgeige-West und in Wernigerode beschäftigt über 30 Mitarbeiter und blickt auf eine lange Historie zurück. Gründer des Unternehmens war Wilhelm Fricke. Im Jahr 1929 eröffnete er eine Tischlerei die handgemachte Stilmöbel verkaufte. 1955 entstand dann das erste große Möbelhaus. In Bad Harzburg wurde ein vierstöckiges Gebäude errichtet, das Ausgangspunkt für die weitere Expansion des Unternehmens bildete.
Willy Fricke kam 1973 als Gesellschafter dazu. Zwei Jahre später expandierte das Familienunternehmen in das Gewerbegebiet Baßgeige. Der heutige Geschäftsführer Frank Fricke trat dem Unternehmen 1988 bei. Die zweite Verkaufsstelle entstand 1990 in Wernigerode.
Das Insolvenzverfahren hat aktuell keine Auswirkungen auf den normalen Geschäftsbetrieb. Die Häuser in Goslar und Wernigerode haben wie gewohnt geöffnet.