Keine Lohnerhöhung für Maler-Azubis

Für Maler, die sich in der Ausbildung befinden, gibt es keine gute Nachrichten. Sie müssen weiterhin auf eine Lohnerhöhung warten. Die Gewerkschaft IG BAU Braunschweig-Goslar fordert für die Auszubildenden im Malergewerbe ein monatliches Lohn-Plus von 40 Euro.

Die Gewerkschaft IG BAU Braunschweig-Goslar fordert 40 Euro mehr pro Monat

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raue Job-Perspektive für den Maler-Nachwuchs: Die rund 40 Maler- und Lackierer-Azubis im Kreis Goslar müssen weiter auf ein Lohn-Plus warten.

Ebenso auf die Erstattung der Fahrtkosten zur Berufsschule und zum Ausbildungszentrum. Nach Angaben der Handwerker-Gewerkschaft IG BAU Braunschweig-Goslar blockieren die Arbeitgeber seit über einem Jahr jede Verbesserung bei den Ausbildungsvergütungen. Auch gegen eine Übernahmeregelung nach der Ausbildung sträubten sie sich. Genauso wie gegen eine zusätzliche Altersvorsorge und einen höheren Urlaubsanspruch. „Das Maler- und Lackiererhandwerk bietet zwar einen Arbeitsalltag mit bunten Farben, aber leider auch eine absolut graue Job-Perspektive“, sagt IG BAU-Bezirksvorsitzender Karl-Heinz Ehrenberg.
40 Euro mehr pro Monat für jeden Auszubildenden für das bevorstehende Ausbildungsjahr, so die Forderung der Handwerker-Gewerkschaft. „Die Azubis in den heimischen Betrieben erwarten und brauchen dieses Geld, nachdem es bereits im vergangenen Jahr keinen Cent mehr gab. Denn sie liegen bei den Azubivergütungen am unteren Ende“, sagt Ehrenberg. So bekomme ein Azubi im 1. Ausbildungsjahr lediglich 450 Euro pro Monat. Im 3. Ausbildungsjahr seien dies dann gerade einmal 635 Euro – und damit immer noch weniger als ein Azubi auf dem Bau bereits im ersten Jahr seiner Ausbildung erhalte.
„Die Arbeitgeber müssen Farbe bekennen: Wenn sie qualifizierten Nachwuchs wollen, dann müssen sie das Maler- und Lackiererhandwerk dringend attraktiver machen. Und dazu gehört auch eine angemessene Bezahlung. Es muss Schluss damit sein, dass Maler-Azubis als billige Arbeitskräfte regelrecht dazu benutzt werden, den schnellen Euro zu machen“, so Karl-Heinz Ehrenberg. Der IG BAU-Bezirkschef ruft die heimischen Handwerksbetriebe dazu auf, Druck auf ihre Verhandlungsführer zu machen. Diese hatten die Gespräche abgebrochen und den Tariftisch verlassen. „Maler und Lackierer, die sich ihre Welt in schönen Farben malen und die Realität – nämlich den grauen Alltag ihres eigenen Nachwuchses – nicht erkennen wollen, gehen mir auf den Pinsel“, so der Vorsitzende der IG BAU Braunschweig-Goslar.