Klinik-Foyer wird EM-Studio

Patient Roger Schilo kam mit Deutschland-Schal zum EM-Spiel. Sicherlich wird er morgen Abend wieder dabei sein. (Foto: Harzkliniken)

Asklepios Harzkliniken Goslar bieten Service für Patienten und Mitarbeiter an / Spannend, wer alles mitschaut

Die ersten Spiele der Fußball-EM sind gespielt. Morgen Abend greift die deutsche Nationalmannschaft wieder ins Spielgeschehen ein. Nächster Gegner ist Polen. In Goslar wurde an einem eher ungewöhnlichen Ort ein EM-Studio errichtet. Nämlich im Foyer der Asklepios Harzkliniken.

Ein Angebot, das sich an Patienten und Mitarbeiter richtet. Erstmals bietet das Krankenhaus das an. Überraschend ist dabei, wer sich so alles vorm Fernseher versammelt.
„Toooor!“, riefen die Zuschauer unisono, als Deutschland nach kurzer Zeit gegen die Ukraine in Führung ging, man fachsimpelte und genoss das Spiel – einmal nicht an Krankheiten denken, einfach abschalten. „Es ist eine schöne Idee, gemeinsam in der Klinik die EM zu gucken. Durch Zufall habe ich die Aktion hier gesehen“, sagte GSC08-Präsident Esche, der derzeit im Krankenhaus behandelt wird. Zur Leistung der deutschen Jungs im ersten Spiel gegen die Ukraine meinte er diplomatisch: „Da ist noch Luft nach oben, unsere Mannschaft könnte sich noch steigern.“ Auf zwei großen Screens können die Zuschauer im Foyer der Klinik die Spiele verfolgen. Beispielsweise Patient Roger Schilo, Angestellter aus Goslar. „Das ist viel geselliger, hier unten mit anderen die Spiele zu sehen”, sagt der 49-Jährige. Er hatte sich extra einen „Deutschland- Schal“ mitgebracht. Patient Klaus-Dieter Pieper war passend im Deutschland -Trikot erschienen. „Eine schöne Abwechslung im Klinikalltag.“
Asklepios Mitarbeiterin Dunja Rusack vom Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) kam mit ihrer 16-jährigen Tochter Muriel nach Dienstschluss extra in die Klinik, um dort Fußball zu gucken. „Unsere ganze Familie ist verrückt nach Fußball, ich habe schon im Alter von fünf Jahren einen Fußballplatz besucht“, sagte die Praxismanagerin. Ihre Tochter hat gerade ihren Realschulabschluss bestanden, die Jugendliche hat ihre ganz eigene Beziehung zum Fußball: Sie ist ausgebildete Schiedsrichterin, pfeift nebenbei Spiele für Frauen- und Männer-Fußball.
Adelheid May, Geschäftsführerin der Asklepios Harzkliniken GmbH, sagt zur EM-Aktion: „Es ist als eine Abwechslung für unsere Patienten und Besucher gedacht, als kleiner Service, so können sie auch bei uns ein wenig EM-Atmosphäre miterleben, wenn sie mögen.“