Knochenmarkspender gefunden

Wann? 08.05.2016

Wo? Freizeitzentrum, 38667 Bad Harzburg DE
Bad Harzburg: Freizeitzentrum |

Asklepios-Krankenschwester erkrankt / Typisierung am Sonntag

Jahrelang hat Heike Kretzschmar als Krankenschwester in den Harzkliniken für andere gesorgt. Jetzt ist sie selbst dringend auf Hilfe angewiesen: Die 53-Jährige leidet an akuter myelotischer Leukämie und benötigt eine Stammzellspende.

Als das Anfang April bekannt wurde, haben Kretzschmars Tochter und ihre Kollegen aus den Asklepios Harzkliniken in Bad Harzburg und Goslar eine Typisierungs-Initiative ins Leben gerufen.
Mittlerweile ist einiges passiert. Inzwischen konnte für Heike Kretzschmar ein Spender gefunden werden. Weil aber viele schwerkranke Krebspatienten dieses Glück nicht haben, halten die Asklepios-Mitarbeiter an ihrem Plan fest. Die Typisierungsaktion werden sie durchführen. So können sich am kommenden Sonntag, 8. Mai, Besucher des Freizeitzentrums Harlingerode als mögliche Stammzellspender testen lassen. Die Initiative wird von der Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) unterstützt. Die Schirmherrschaft hat FIFA-Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus übernommen. Weil jede Typisierung Geld kostet, werden zusätzlich auch Spenden gesammelt. Dafür stehen unter anderem in den drei Asklepios Harzkliniken in Goslar, Bad Harzburg und Clausthal-Zellerfeld Spendenboxen bereit.
Auch Heike Kretzschmars Arbeitgeber selbst will helfen: „Für jeden Mitarbeiter, der an der Typisierung teilnimmt , spenden wir 25 Euro, die an den Verein Leben mit Krebs gehen, der sie wiederum an die DKMS weiterleitet“, sagt Adelheid May, Geschäftsführerin der Asklepios Harzkliniken GmbH. „Wir wünschen uns von Herzen, dass Heike Kretzschmar schnell wieder auf die Beine kommt. Und wir hoffen sehr, dass durch die Initiative Stammzellspender auch für andere Patienten gefunden werden können“, fügt die Geschäftsführerin an.
Neben Asklepios unterstützt der Verein Leben mit Krebs Goslar die Aktion. Man werde die Summe, die das Krankenhaus bereitstelle, aufstocken, kündigte der Vorsitzende Eike Hulsch an.
Registrieren lassen können sich gesunde Menschen zwischen 17 und 55 Jahren durch eine kleine Blutspende. Wichtige Ausschlusskriterien sind unter anderem starkes Übergewicht, schwere Erkrankungen wie Krebs, HIV oder Hepatitis B. Die Chance, dass zwei Menschen nahezu identische Gewebemerkmale haben, liegt im besten Fall bei 1 zu 20.000. Bei seltenen Gewebemerkmalen ist diese Wahrscheinlichkeit wesentlich geringer.