Kontroll- und Präventionsarbeit trägt Früchte

Die Polizeiinspektion Goslar ist auf dem richtigen Weg. Intensive Kontrollarbeit hat zu einer deutlichen Reduzierung von Verkehrsunfällen mit schweren Folgen geführt. Auch im laufenden Jahr sollen Großkontrollen durchgeführt werden, wie hier im Jahr 2013 auf dem Parkplatz Krähenholz im Bereich der B 248.

Polizeiinspektion Goslar verzeichnet deutlich weniger Verkehrsunfälle mit Todesfolge

Ein erfreuliches Fazit zieht die Polizeiinspektion Goslar für das Verkehrsunfallgeschehen 2013 im Landkreis. Intensive Kontroll- und Präventionsarbeit hat zu einem deutlichen Rückgang bei Unfällen mit Todesfolge beziehungsweise Unfällen mit Schwerverletzten geführt.

Christiane Berg, Leiterin der Polizeiinspektion Goslar, Polizeihauptkommissar Sigurd Breustedt und Polizeioberrat Werner Röhrken sind überzeugt, dass dieser Rückgang Folge des großen Engagements im Bereich Verkehr ist. Als erfolgreich beschreiben Berg, Breustedt und Röhrken in diesem Zusammenhang auch die Kooperation zwischen Polizei und den Behörden der Städte Goslar und Seesen sowie dem Landkreis. In enger Abstimmung wurden in den vergangenen Jahren die Verkehrskontrollen deutlich erhöht. Eine sinnvolle Zusammenarbeit, wie das aktuelle Zahlenmaterial zeigt.

Zahl der Verkehrstoten ist rückläufig

Mussten im Jahr 2012 noch sieben Verkehrstote beklagt werden, waren es 2013 nur noch drei. Dies entspricht einem Rückgang von 57,1 Prozent. Auch die Zahl der Schwerverletzten ging zurück. Für letztes Jahr verzeichneten die Beamten 109 Unfälle bei denen die Beteiligten schwere Verletzungen erlitten. 2012 waren dies noch 127 Schwerverletzte. Insgesamt lag die Zahl aller Verkehrsunfälle im Bereich der Polizeiinspektion Goslar im vergangenen Jahr bei 3.935.
Besonders positiv bewertet Christiane Berg die Erfolge im Bereich der Motorradfahrer. Als passionierte Bikerin weiß die Behördenchefin um die Gefahren und Tücken, die dieses Hobby mit sich bringen kann: „Wir freuen uns über jeden Motorradfahrer im Harz. Unsere Kontrollen zielen deshalb auch nicht darauf ab, die Biker zu ärgern, sondern sie für die Gefahren zu sensibilisieren.“
Offensichtlich ist die Strategie der Polizei richtig, kam im vergangenen Jahr nur ein Motorradfahrer bei einem Unfall ums Leben. Zum Vergleich: 2012 starben noch vier Kradfahrer an den Folgen eines Unfalls.
Natürlich ist jeder Tote einer zu viel, doch scheinen sich die Bemühungen der Polizei nachhaltig zu bewähren. Großkontrollen an besonders frequentierten Sommer- und Frühlingstagen haben die Sinne der Biker für die Gefahren geschärft. Zwar gibt es immer noch schwarze Schafe unter den Motorradfahrern, doch ist eine Vielzahl inzwischen sehr umsichtig auf den Straßen des Harzes unterwegs. Die Zahl aller Motorradunfälle bewegt sich mit 92 ebenfalls auf einem Tiefststand. 2012 ereigneten sich 119 Unfälle.
Auf dem Erfolg wollen sich die Verantwortlichen aber nicht ausruhen. In diesem Jahr ist die Polizeiinspektion Goslar mit der Ausrichtung der länderübergreifenden Aktion „Sicher durch den Harz“ an der Reihe. Am 10. Mai soll eine Großveranstaltung Aufmerksamkeit erzeugen.

Mehr Fahrten und Drogeneinfluss erkannt

Auch im Bereich der Unfälle, die auf Alkohol- und Drogenkonsum zurückzuführen sind, machen die Beamten der Polizei Fortschritte. Zwar ist die Zahl der Drogenfahrten angestiegen, doch ist dies vor allem Folge intensiver Polizeiarbeit. „Wir legen großen Wert auf die Schulung unserer Verkehrspolizisten. Ihrem großen Know-how bei der Identifizierung von Drogensündern ist es zu verdanken, dass wir eine größere Anzahl dieser Delikte aufklären“, so Polizeioberrat Röhrken. „Dennoch dürfen wir uns nicht täuschen lassen. Leider ist auch die Zahl der Unfälle, die in direktem Zusammenhang mit dem Konsum von Betäubungsmitteln stehen, gestiegen“, so Röhrken weiter. Die Statistik weist an dieser Stelle zehn Unfälle aus. Insgesamt wurden 147 Drogenfahrten entdeckt. Zahlreiche dieser Vergehen sind auch bei den Großkontrollen ans Licht gekommen, die die Polizei im vergangenen Jahr mehrfach im Landkreis durchführte. In diesem Jahr sollen diese Maßnahmen sogar noch intensiviert werden.
Die Zahl der Fälle, bei denen Alkoholdelikte festgestellt und zu Unfällen geführt haben, geht hingegen zurück. Wurden im Jahr 2012 noch 190 Fahrzeugführer mit Alkohol am Steuer erwischt, waren es in den abgelaufenen zwölf Monaten nur noch 173. Die Zahl der Unfälle aufgrund von Alkoholkonsum fielen von 56 auf 46. Sigurd Breustedt ist auch hier überzeugt, dass intensive Kontrollen Einfluss auf die Zahlen haben. „Inzwischen wissen die Menschen im Landkreis, dass wir unseren Schwerpunkt auf Alkohol- und Drogenkontrollen legen. Zudem sind sich viele darüber bewusst, welche sozialen Folgen der Verlust des Führerscheins bürgt.“
Und auch bei den Wildunfällen kann die Polizei gute Nachrichten verkünden. Deren Anzahl fiel von 635 auf 551 Unfälle.