Kreis Goslar jetzt „100 % Erneuerbare-Energie-Region“

Vom IdE in Netzwerk aufgenommen / Urkunde wird im September in Kassel überreicht / Maßnahmenkatalog

Der Landkreis Goslar geht die nächsten Schritte auf seinem Weg zu einer Energie-Effizienz-Region. Das Institut für dezentrale Energietechnologie (IdE) hat den Kreis jetzt in das Netzwerk „100% Erneuerbare-Energie-Region (100ee-Region)“ aufgenommen. Das ist das Ergebnis eines Auswahlverfahrens, dem sich der Landkreis Goslar im November 2011 mit einer Bewerbung stellte. Gründe für die positive Auswahlentscheidung waren laut IdE neben der politischen Legitimation der Ziele unter anderem die gute Akteursstruktur und das überzeugende Klimaschutzkonzept. Die Vernetzung des Vereins „Goslar mit Energie“ sowie der Wissenstransfer zwischen dem Kreis und den Hochschulen waren weitere Gründe für die Aufnahme in das Netzwerk.
Derzeit gibt es in der gesamten Bundesrepublik 80 Regionen, die als 100ee-Regionen klassifiziert sind. Diese Regionen fungieren als Vorreiter der regionalen Energiewende und bieten Raum für die Erprobung neuer regenerativer Technologien. Ferner schaffen sie neuartige Organisations- und Kooperationsformen. 100ee-Regionen beziehen ihre Energie überwiegend aus erneuerbaren Energiequellen. Ihr mittelfristiges Ziel ist die Steigerung auf 100 Prozent, und sie können bereits substanzielle Maßnahmen zur Zielerreichung vorweisen.
„Die Aufnahme in das Netzwerk bietet die Chance, wichtige und innovative Projekte im Themenfeld Erneuerbare Energien weiterhin zu fördern und zu unterstützen“, sagt Thomas Wiesenhütter, Regionalplaner beim Landkreis Goslar. „Wir können das Netzwerk als Plattform und Dachmarke nutzen, um unserem Ziel einer Energie-Effizienz-Region näher zu kommen.“ – Hintergrundinformationen:
Der Landkreis Goslar hat in seinem Strategieprogramm „Landkreis Goslar 2030 | Leis­tungsfähig und Lebenswert“ das strategische Ziel formuliert, sich zu einer führenden Energie-Effizienz-Region auf Basis einer beispielhaften Kooperation von Forschung, Wirtschaft und gesellschaftlicher Gruppen zu entwickeln und eine weitgehend eigenständige Energieversorgung unter Nutzung regenerativer Energien zu erreichen.
Das Projekt „100ee-Regionen" wird vom Institut dezentrale Energietechnologien (ldE) mit Sitz in Kassel durchgeführt. Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Umwelt. Naturschutz und Reaktorsicherheit IBMU). Fachliche Beratung leistet das Umweltbundesamt (UBA).
Der Landkreis Goslar ist als Bewerber aufgetreten. Der Prozess der Energiewende wird aber in der Region von vielen Akteuren unterstützt. Dazu zählen: TU Clausthal, ILEK-Region „Nördliches Harzvorland“ (mit AK Energie); TU Braunschweig; Goslar mit Energie e.V.; efzn (Energieforschungszentrum Niedersachsen); IZNE (Interdisziplinäres Zentrum für Nachhaltige Entwicklung der Uni Göttingen); Ostfalia Universität Wolfenbüttel; Arbeitskreis (AK) 100% Erneuerbare-Energien-Region; AK der Energiebeauftragten; AK Kleine Wasserkraft; HarzEnergie, E.ON-Avacon; Stadtwerke Clausthal-Zellerfeld und Bad Harzburg; Landeskirche Braunschweig; Landvolk;
Die Mitgliedschaft im Netzwerk beginnt sofort. Die Aufnahmeurkunde wird im Rahmen des jährlichen Kongresses „100% Erneuerbare-Energie-Regionen“ am 25./26. September in Kassel überreicht. – Weitere Schritte:
•Einrichtung einer Expertenrunde zum Thema „Energie“
•Begleitung des Projekts „Pumpspeicherkraftwerk“
•Unterstützung eines Solarpotenzialkataster
•Bildung einer landkreisweiten Ressourcenagentur-Energieagentur
•Netzwerk „Energiebeauftragte“ koordiniert durch Goslar mit Energie und Landkreis Goslar
•Ansiedlung Studiengang „Energiewirtschaft“ des efzn
•Beteiligung am Förderprojekt des IZNE der Uni Göttingen zur Unterstützung von Bioenergieregionen (Projektgebiet Landkreis Goslar)
•Unterstützung Bioenergiedorf Immenrode