„Kreisrat Gero Geißlreiter ist ein trojanisches Pferd“

Der stellvertretende Vorsitzende der CDU-Kreistagsfraktion wettert gegen das Gebaren des Ersten Kreisrates

Goslar (bo). Auf die Aussage des Kreisrates Geißlreiter aus Osterode, „man wolle Zeit für Verhandlungen mit Goslar haben, wenn der geplante Bürgerentscheid zur Großfusion mit den Kreisen Göttingen, Northeim und Osterode diese unmöglich mache“, reagierte nun der stellvertretende Vorsitzende der CDU-Kreistagsfraktion in Goslar, Uwe Schenke de Wall.
Die Fusionsgespräche zwischen den Landkreisen Goslar und Osterode sind gescheitert, weil SPD und Grüne in Osterode einen Großkreis mit mehr als 400.000 Einwohner favorisieren. Obwohl der LK Goalar weit über die Schmerzgrenze hinausgehende Zugeständnisse gegenüber dem LK Osterode eingeräumt hatte, konnten über die in der letzten Lenkungsgruppe am 10. September diskutierten Kernpunkte kein Einvernehmen hergestellt werden. Hauptverantwortlicher ist, neben der SPD und den Grünen, Kreisrat Geißlreiter aus dem Landkreis Osterode, sagt der stellvertretende CDU-Kreistagsvorsitzende.
Uwe Schwenke de Wall bezeichnet den Kreisrat als Marionette des Göttinger Landrates Reuter (SPD), vormals Landrat in Osterode.
Wörtlich erklärte Schwenke de Wall: „Ich vermute, dass der Herr Kreisrat von seinem Ziehvater, dem Genossen Reuter, vor etwa drei Jahren aufgefordert worden ist, in die CDU im Kreis Osterode einzutreten, quasi als Trojanisches Pferd, um Mehrheiten für eine Großkreisbildung zu organisieren.“
Die Art und Weise wie der Kreisrat die Fraktionen von CDU, FDP, Bürgerliste, Linke und NPD im Kreistag Osterode austrickst und Bürgerbefragungen nach eigenen und persönlichen Wunschvorstellungen durch SPD und Grünen beschließen läßt, ist schlicht ein Skandal.
Schwenke de Wall rät seinen Parteifreunden in Osterode ein Parteiausschlussverfahren gegen das der CDU schadende CDU-Mitglied zu überprüfen. Desweiteren vertritt er die Meinung, dass, sollte es zu einer freiwilligen oder gesetzlichen Fusion der beiden Land-kreise Goslar und Osterode wider Erwarten doch kommen, ab sofort Geißlreiter kein Gesprächspartner mehr für den LK Goslar sein darf. Auch in einer möglichen späteren gemeinsamen Verwaltung dürfe er keine Beschäftigung finden. Wenn der Kreisrat nunmehr einen Bürgerentscheid zur Großfusion mit den Kreisen Göttingen, Northeim und Osterode am 2. Dezember von SPD und Grünen festlegen läßt und dieses damit begründet, genügend Zeit zu benötigen, um nach einem für ihn negativen Bürgerentscheid, Verhandlungen mit dem Landkreis Goslar führen zu können, so kann Schwenke de Wall nur erklären: „Herr Kreisrat, Sie sind als Gesprächspartner für die CDU-Kreistagsfraktion nicht willkommen“