Kreistag beschäftigt sich mit Asklepios-Verkauf

Die CDU fordert vom Landkreis einen Rückkauf der Harzklinik Goslar, die sich aktuell im Besitz vom Asklepios-Klinikkonzern befindet, jedoch abgestoßen werden soll.

CDU-Fraktion stellt Antrag, der sich mit der Übernahme des Krankenhauses beschäftigt

Der Goslarer Kreistag wird sich in seiner Sitzung am kommenden Montag, 15. April, unter anderem mit der möglichen Trennung des Asklepios-Klinikkonzerns von seinem Krankenhaus in Goslar beschäftigen.
Die Kreistagsfraktion der CDU stellte jetzt einen entsprechenden Antrag. Darin fordern die Christdemokraten, dass der Landkreis alle Möglichkeiten einer Übernahme der Harzkliniken, einschließlich des Medizinischen Versorgungszentrums und der Kliniken in Bad Harzburg und Clausthal-Zellerfeld zu prüfen hat.
Ferner soll untersucht werden, inwieweit im Rahmen der Umstrukturierung neben dem Landkreis Goslar auch Gemeinden und Unternehmen der Region als Gesellschafter eine gemeinnützigen GmbH beteiligt werden können. Eine Beteiligung von Krankenhauskonzernen ist nach Meinung der CDU bei einer solchen Konstellation auszuschließen. Die CDU geht in ihrem Antrag auch auf die Finanzierbarkeit des Vorhabens ein. Aufgrund der haushaltsrechtlichen Beschränkungen, denen der Landkreis aufgrund des geschlossenen Zukunftsvertrages unterliegt, ist ein Antrag an das niedersächsische Ministerium für Inneres und Sport zu stellen. Ziel dieses Antrages soll sein, die Finanzierung der Übernahme zu genehmigen.
Die CDU-Fraktion begründet ihren Antrag vor allem mit den Turbulenzen um die Asklepios Harzkliniken in den vergangenen Jahren. Diese haben nicht nur zu einem Image- und Vertrauensverlust geführt, sondern auch tiefgreifende Auswirkungen auf das Personal. Die rund 1000 Beschäftigten sind zutiefst verunsichert, und fühlen sich vom Management der Klinik nur unzureichend informiert.
Neben der CDU hat sich auch die Sozialdemokratin Petra Emmerich-Kopatsch in den vergangenen Wochen stark für die Belegschaft eingesetzt.