Landrat sieht Kreis Goslar auf richtigem Weg

Daumen hoch! Das gilt nicht nur bei der hier gezeigten „Mobilisierungsübung“ der Moderatorinnen nach der Mittagspause, sondern für den gesamten Zukunftsprozess des Landkreises Goslar.
 
Prof. Gerd Winner bei seinem Vortrag „Kunst der Gegenwart als Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft in unserem Landkreis Goslar“.

Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung formulierten Projektideen zur Zukunftsgestaltung

Die Zusammenkunft stand ganz im Zeichen der Zukunft des Landkreises Goslar: Gut 50 Vertreter verschiedener gesellschaftlicher und institutioneller Gruppen folgten der Einladung des Landkreises Goslar zur Kooperationskonferenz im „Zukunftsprozess 2010.2011“ in das Klostergut Wöltingerode.

Seesen/Goslar (bo). Auf die Teilnehmer der ganztägigen Veranstaltung wartete ein anspruchsvolles Arbeitsprogramm. Es galt, den im Jahr 2007 mit der Zukunftskonferenz begonnenen Zukunfts­prozess zu modifizieren und fortzusetzen. Schwerpunktthemen waren der Sachstand wichtiger Zukunftsprojekte, wesentliche Aufgaben für den weiteren Zukunftsprozess, das Erarbeiten von Projektideen und Kooperationen, das Festlegen weiterer Arbeitsschritte.
Landrat Stephan Manke ist mit den Ergebnissen zufrieden: „Wir haben wichtige Erkenntnisse für den weiteren Zukunftsprozess gewonnen. In etlichen Punkten bestätigt sich unser bisheriger Kurs, aber wir haben auch viele wertvolle Ansätze für ein erforderliches Nachjustieren erhalten.“ Besonderes Lob hält er für die Teilnehmer parat: „Alle Mitwirkenden haben sich sehr engagiert in Vorträge, Gruppenarbeit und Diskussionen eingebracht. Es ist nicht selbstverständlich, dass diese vielbeschäftigten Menschen einen ganzen Wochenendtag opfern, um in einem solchen Prozess mitzuarbeiten. Dafür danke ich allen Beteiligten ganz herzlich.“
Für den Landrat ist die gute Beteiligung auch ein Zeichen der breiten Akzeptanz: „In den Arbeitseinheiten, aber auch in den Pausen, wurde immer wieder deutlich, wie wichtig den Menschen und den Institutionen die zukunftsorientierte Entwicklung unserer Region ist. Das bestätigt unsere Entscheidung für diesen Prozess der zivilgesellschaftlichen Beteiligung.“
Kernstück der Kooperationskonferenz war die Beschränkung auf künftig fünf strategische „Cluster“, die die Teilnehmer als wichtigste Entwicklungsfelder identifizierten. Dazu gehören neben den „Attraktiven Lebensbedingungen“ die Themen „Wissenschaft und Wirtschaft“, „Tourismus“, „Mobilität“ und „Gesundheitsregion“. In Work­shops wurden für diese Cluster Projektideen formuliert, Akteure vorgeschlagen und weitere Schritte skizziert. Die Ergebnisse wurden im Plenum vorgestellt.
„Wir haben als Landkreis Goslar und aus unserer öffentlichen Verantwortung heraus den Zukunftsprozess und eine Reihe von Projekten angeschoben. Die neue Sammlung an Projektideen werden wir nun sorgfältig auswerten und bewerten, bevor wir die nächsten Schritte konkretisieren“, erklärt Landrat Stephan Manke das weitere Prozedere. „Schon jetzt lässt sich aber erkennen, dass verschiedene Projekte relativ einfach umzusetzen sein werden, andere wiederum einen größeren Koordinationsaufwand mit sich bringen dürften.“
Die Kooperationskonferenz wurde moderiert von Ruth Hammerbacher und Sabina Kocot. Eröffnet wurde die Konferenz mit einer Vortragsveranstaltung zum Ansatz „Ein Blick von außen auf den Zukunftsprozess des Landkreises Goslar“. Referenten waren Dr. Arno Brandt von der Nord LB Hannover und der Liebenburger Künstler Prof. Gerd Winner.