Landschaftswacht für nächste fünf Jahre ernannt

Landrat Stephan Manke (4. v. r.) mit den Landschaftswarten Thomas Moll, Siegfried Bruhne, Walter Groffmann, Siegfried Richter, Paul Kunze, Volker Edelmann, Horst Woick und Manfred Hiltmann (v. l.).

„Naturschutz fängt im Kleinen an“ / Mittler zwischen Bevölkerung und Naturschutzbehörde

Die Landschaftswacht des Landkreises Goslar wurde für weitere fünf Jahre ernannt. In einer Feierstunde überreichte Landrat Stephan Manke den Landschaftswarten ihre Ernennungsurkunden und bedankte sich für den ehrenamtlichen Einsatz der engagierten Naturschützer.

Goslar (bo). Drei Landschaftswarte wurde für ihre über 25-jährige Mitarbeit besonders geehrt. Landrat Manke nutzte die Gelegenheit, sich über die Arbeit der Landschaftswarte zu informieren. „Die Landschaftswacht ist ein wichtiges Element unserer Naturschutzarbeit“, sagte Manke. „Ohne dieses ehrenamtliche Engagement würde dem Natur- und Landschaftsschutz im Landkreis Goslar eine bedeutende Stütze fehlen.“
Die Landschaftswacht gibt es seit dem 1. Januar 1985, also fast 26 Jahre. Alle Landschaftswarte können auf langjährige Erfahrung in der Landschaftswacht des Landkreises Goslar zurückblicken. Und alle Landschaftswarte hatten viel zu erzählen. Sie berichteten von Problemen mit „wildem Müll“, entfernten Schutzgebietsschildern oder uneinsichtigen Hundeführern. Sie stellten aber auch die positiven Entwicklungen beim Artenschutz oder bei der Biotoppflege dar und manche interessante Geschichte wurde erzählt.
Volker Edelmann, Thomas Moll und Siegfried Richter sind bereits seit 1985 dabei. Damals waren zehn ehrenamtliche Landschaftswarte für das Gemeindegebiet ihres Wohnortes zuständig. Heute kümmern sich acht Landschaftswarte vorrangig um besondere Schutzgebiete, Gebiete der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-Gebiete) und Naturschutzgebiete. An den Kernaufgaben der Landschaftswacht hat sich aber in den über 25 Jahren des Bestehens nichts geändert. Hauptaufgabe ist die Information der Naturschutzbehörde über alles, was in geschützten Bereichen der Landschaft geschieht. Die Landschaftswarte wirken außerdem als Mittler zwischen Bevölkerung und Naturschutzbehörde. Sie informieren und klären die Menschen „vor Ort“ auf. Ziel ist es, Naturzusammenhänge oder die Bedeutung von Pflanzen- und Tierarten zu erläutern und damit Schäden für Natur und Landschaft zu vermeiden.
Walter Groffmann brachte es auf den Punkt: „Naturschutz fängt im Kleinen an. Und daraus entsteht meist etwas Größeres.“ Dieses Konzept wollen alle Beteiligten auch so beibehalten. Sowohl die Landschaftswacht als auch die Vertreter der Naturschutzbehörde lobten die gute und partnerschaftliche Zusammenarbeit, die auch künftig fortgesetzt werden soll.


Hintergrundinfo: Die Mitglieder der Landschaftswacht und ihre zu betreuenden Gebiete

Siegfried Bruhne („Nette und Sennebach“, „Silberhohl“), Volker Edelmann („Hainberg, Bodensteiner Klippen“,„Schwermetallrasen bei Lautenthal“, Bielstein bei Lautenthal“, „Pöbbeckenmühle“, „Appelhorn“, „Johanneser Bergwiesen“), Walter Groffmann („Bergwiesen bei St.Andreasberg“, „Sieber, Oder, Rhume“, „Siebertal“, „Bergwiesen bei St. Andreasberg“), Manfred Hiltmann („Innerste-Aue mit Kanstein“, „Salzgitterscher Höhenzug“, „Schlackenhalde Bredelem“, „Mittleres Innerstetal mit Kanstein“, „Barley“), Paul Kunze („Harly, Ecker und Okertal nördlich Vienenburg“, „Stimmecke bei Suderode“, „Okertal“, „Vienenburger Kiesteiche“, „Okertal südlich Vienenburg“), Thomas Moll („Salzgitterscher Höhenzug“, „Felsen im Okertal“, „Osterfelder Tongruben“, „Blockschutthalden am Rammelsberg“), Siegfried Richter („Oberharzer Teichgebiet“, „Bergwiesen und Teiche bei Zellerfeld“, „Bachtäler im Oberharz um Braunlage“, „Bergwiesen und Wolfsbach bei Hohegeiß“, „Oberharz“, Bergwiesengesellschaft bei Hohegeiß“, „Bärenbachtal“, „Bachtäler im Oberharz um Braunlage“, „Wurmberg“), Horst Woick („Butterberggelände“, „Tönneckenkopf – Röseckenbach“, „Östlicher Langenberg“, „Oberharz“).