Lkw-Anhänger auf B 6 umgefallen

Eine Bergungsfirma richtete den umgekippten Anhänger wieder auf. (Foto: Feuerwehr Goslar)

Stundenlanger Einsatz der Feuerwehr sorgt für Stau

Am Freitagmittag sorgte ein umgestürzter Lkw-Anhänger für einen stundenlangen Einsatz der Goslarer Feuerwehr. Der Fahrer erlitt einen Schock und musste durch den Rettungsdienst versorgt werden. Bis in den Abend war die Bundesstraße im Auffahrtsbereich Baßgeige gesperrt. Für Brisanz sorgte die Ladung des Gespanns.
Der Gliederzug war von der Hildesheimer Straße kommend in Fahrtrichtung Jerstedt auf die Bundesstraße 6 aufgefahren. Aus der Feuerwehr unbekannten Gründen kippte dabei der Anhänger des Gespanns um. Am Heck des Anhängers war ein Gabelstapler befestigt. Durch die Lage des Anhängers und des Staplers traten Betriebsstoffe aus. Um 12.39 Uhr erhielt die Feuerwehr den Alarm mit der Mitteilung, dass Betriebsstoffe austreten.
An der Einsatzstelle verschärfte sich die Situation. Schnell erkannten die Feuerwehrkräfte die Gefahrstoff-Warntafeln. Der Gliederzug war mit Gasflaschen beladen. Zwar handelte es sich um Leergut auf dem Anhänger, die vorgefundenen Behältnisse waren allerdings mit leicht entzündlichem Inhalt gekennzeichnet. Der Brandschutz wurde sichergestellt, die ausgetretenen Betriebsstoffe abgestreut und der weitere Einsatz abgestimmt.
Während des Einsatzes verschlechterte sich der Gesundheitszustand des Fahrers. Der Rettungsdienst der Kreiswirtschaftsbetriebe versorgte den Fahrer an der Einsatzstelle. Vor der Bergung des umgekippten Anhängers musste dieser mit Hölzern unterbaut und gesichert werden. Anschließend bargen die Einsatzkräfte über 40 einzelne Gasflaschen mit Resten verschiedenen Inhalts aus den Transportcontainern.
Ein Goslarer Unternehmen für Gastechnik unterstützte die Arbeiten und transportierte die geborgenen Flaschen ab. Bei der Bergung von drei Containerbatterien musste die Bundesstraße 6 komplett im Bereich der Einsatzstelle in beide Richtungen gesperrt werden. Einsatzleiter Christian Hellmeier ließ auch den Brandschutz für diese Maßnahme verstärken.
Mit Hilfe eines Krans konnte der Anhänger aufgerichtet werden. Nach Abschluss der Arbeiten konnten die zwanzig Feuerwehrkräfte die Einsatzstelle nach fünf Stunden verlassen. Um ausreichend Material zur Sicherung des Lkw-Gespanns einsetzen zu können, unterstützte die Feuerwehrtechnische Zentrale mit einem Wechselabrollbehälter-Rüst die Arbeiten. red