Mäusebussard greift Spaziergänger an

Falls es zu einem Scheinangriff kommen sollte, ist es ratsam, mit Armen und Händen Kopf und Gesicht zu schützen.

Landesforsten warnen vor dem Tier / Waldstück im Salzgitter-Höhenzug betroffen

Im Salzgitter-Höhenzug zwischen Gebhardshagen und Lichtenberg ist derzeit bei Waldspaziergängen besondere Achtung geboten.

Das Mäusebussardpärchen, das bereits im letzten Jahr mit seinen Angriffen mediale Aufmerksamkeit erfuhr, ist wieder da, teilt Dennis Glanz seitens der Landesforsten mit.
In den letzten Tagen wurden wieder einige Waldbesucher Opfer von Angriffen. Es wird vermutet, dass der männliche Bussard zurzeit sein Nest und das Weibchen mit der Brut verteidigen möchte. In der Regel handelt es sich dabei um sogenannte „Scheinangriffe“. Das Niedersächsische Forstamt Liebenburg bittet daher die Waldbesucher in der nächsten Zeit mit wachsamen Augen das Waldstück im Salzgitter-Höhenzug zu nutzen. Und sie geben noch einen Tipp: Falls es zu einem Scheinangriff kommen sollte, ist es ratsam, wieder in die Ausgangsrichtung zurückzuweichen und mit Armen und Händen Kopf und Gesicht zu schützen.
„Vorfälle mit brütenden Greifvögeln kommen in unserer dicht besiedelten Kulturlandschaft immer wieder vor”, so Dennis Glanz. Mäusebussarde gehören zu den Taggreifvögeln. Sie sind als gut an den Mensch angepasste Kulturfolger bekannt, die häufig an Waldrändern und in kleineren Feldgehölzen brüten. In der Regel werden Mitte März bis Mitte April zwei bis drei Eier gelegt. Ab Mitte Mai schlüpfen die Jungvögel, die in dieser Zeit stark von ihren Eltern beschützt werden.
Die Landesforsten gehen davon aus, dass ein Ende abzusehen ist: Nach etwa zwei bis drei Wochen nimmt der starke Schutzinstinkt der Eltern ab, teilt Dennis Glanz seitens der Landesforsten mit. So dass ab Ende Juni das Waldgebiet im Salzgitter-Höhenzug zwischen Gebhardshagen und Lichtenberg wieder normal genutzt werden kann.