Maler und Lackierer streichen mehr Geld ein

In den Malerbetrieben und Lackierereien gilt ab Juli ein Mindestlohn.

IG BAU Braunschweig-Goslar warnt vor „Lohn-Trickserei“ bei Leiharbeitern

Goslar (bo). Maler streichen mehr Geld ein: In den mehr als 80 Malerbetrieben und Lackierereien im Kreis Goslar gilt ab diesem Monat wieder ein Mindestlohn. Auch Leiharbeiter profitieren davon. Darauf hat die IG BAU Braunschweig-Goslar hingewiesen. Kein Maler oder Lackierer dürfe weniger als 11,75 Euro pro Stunde verdienen.
„Ab Juli erhöht sich der Mindestlohn für die Fachkräfte dann noch einmal – auf 12 Euro. Auch wer keine Ausbildung hat, muss einen Stundenlohn von mindestens 9,75 Euro bekommen“, sagt Karl-Heinz Ehrenberg.
Der IG BAU-Bezirksvorsitzende appelliert an die Beschäftigten des Maler- und Lackiererhandwerks im Kreis Goslar, ihre Abrechnung am Monatsende genau zu kontrollieren.
Gerade in der Maler- und Lackiererbranche sieht die IG BAU Braunschweig-Goslar in Sachen Lohnzahlung oft Rot: „Die Betriebe setzen gern Leiharbeiter ein. Anstatt ihnen den Branchenlohn zu zahlen, werden sie dann aber mit dem deutlich niedrigeren Leiharbeiterlohn abgespeist. Unterm Strich gehen die Beschäftigten so am Monatsende mit rund 300 Euro weniger in der Tasche nach Hause“, so Karl-Heinz Ehrenberg.
Dieser „Lohn-Trickserei“ habe die IG BAU durch den neuen Mindestlohn jetzt einen Riegel vorgeschoben, unterstrich Karl-Heinz Ehrenberg.