Mehr Verletzte durch Winterwetter

Chefarzt Dr. Thomas Peterson: Insgesamt 48 Notfallpatienten gab es am vergangenen Wochenende zu versorgen. (Foto: Knoblich)

Blitzeis und erste Ski-Unfälle: Ärzte und Pflegepersonal der Asklepios Harzklinik haben alle Hände voll zu tun

Hochbetrieb in der Asklepios Harzklinik:

Die Kolleginnen und Kollegen in der Notaufnahme und Unfallchirurgie der Asklepios Harzklinik hatten am vergangenen Wochenende vermehrt mit Verletzungen zu tun, die witterungsbedingt verursacht waren. Insgesamt gab es 48 Notfall-Patienten am vergangenen Sonnabend und Sonntag, die meisten Verletzungen resultierten aus Unfällen, die durch zeitweise extremes „Blitzeis“ auf den zum Teil spiegelglatten Straßen und Fußwegen hervorgerufen wurden. Zudem gab es erste Unfälle von Skifahrern in der gerade begonnenen Skisaison im Harz, unter anderem zahlreiche Knochenbrüche, die im Krankenhaus versorgt wurden. Gips zum Behandeln der Brüche wurde daher mehr als sonst in der Klinik benötigt, meldeten die Ärzte.
Zur Erinnerung: Die Klinik für Unfall-, Wiederherstellungs- und Handchirurgie in der Asklepios Harzklinik Goslar war erst im Dezember 2016 von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung in Hannover zur Versorgung Schwerstverletzter (VAV-Verfahren der Berufsgenossenschaften) nach Arbeitsunfällen zugelassen worden. Grundlage für die Entscheidung war demnach unter anderem die hohe fachliche Qualifikation der Mitarbeiter und die exzellente Ausstattung der Klinik. Unter anderem wurde der Landeplatz für Rettungshubschrauber aufwendig weiter modernisiert und beispielsweise mit neuem Geländer und Hightech-Lichtquellen ausgestattet und somit noch besser ausgeleuchtet. Die Asklepios Harzklinik in Goslar ist damit nun nicht nur Regionales Traumazentrum im TraumaNetzwerk Göttingen-Kassel (der „Beobachter“ berichtete), sondern auch wieder autorisiert, Schwer- und Schwerstverletzte nach einem Arbeitsunfall oder bestimmten anderen Unfällen stationär aufzunehmen und umfassend zu behandeln. Davon profitieren viele Patienten, vor allem Kinder und Jugendliche, somit wird der Gesundheitsstandort vor Ort und in der Region weiter gestärkt.
Zum jüngsten Hochbetrieb bei den Mitarbeitern in der Rettungsstelle und bei den Chirurgen erläutert Dr. med. Thomas Peterson, Chefarzt der Klinik für Unfall-, Wiederherstellungs- und Handchirurgie in der Asklepios Harzklinik: „Witterungsabhängig hatten wir am vergangenen Wochenende mehr Unfallopfer in der Klinik, unter anderem allein drei Patienten mit Unterschenkelfrakturen. Wir raten allen Bürgern, in diesen Wintermonaten bei Eis und Glätte besonders achtsam zu sein.“
Auch Skifahrer sollten umsichtig fahren und auf jeden Fall Helme tragen, so Dr. Peterson, um Verletzungen wie etwa Knochenbrüche zu vermeiden und so die winterlichen Freuden nicht zu trüben. Ebenso seien auch Rodler gefährdet.