Mit dem Jahr endet der milde Winter

Lutter am Barenberg: St.Georgkirche und Burg am 2. Weihnachtstag. An Schnee war in diesem Jahr überhaupt nicht zu denken.  In der bevorstehenden Silvesternacht zum neuen Jahr muss mit Schnee oder Schneeregen gerechnet werden. (Foto: Biener)

Nicht nur im Harz hofft man für sie auf den ersehnten Schnee und Frost

Der Rekord-Dezember neigt sich dem Ende. Da er der mildeste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen war, verwundert es nicht, dass noch in den letzten Tagen auch in Seesen, Goslar oder auch in Lutter völlig jahreszeit-untypische Szenen zu sehen waren, in der Tat noch am Mittwoch Menschen mit kurzen Ärmeln in den Straßen der Innenstadt. Auch, wenn das gewiss nicht die Regel war, fiel es eben besonders auf.
Das milde Wetter hat gewiss seine Vorteile. Hausbesitzer freuen sich, weil die Heizkosten bislang auf ziemlich niedrigem Niveau lagen. Das spart erhebliche Summen im Haushaltsbudget ein. Autofahrer freuen sich, weil ihnen morgendliches Scheibenkratzen bislang weitestgehend erspart geblieben ist. Von rutschigen Straßen und Verkehrsbehinderungen durch Eis und Schnee ganz zu schweigen. Erkältungswellen sind bis jetzt ausgeblieben.
Und doch spüren nicht nur die Menschen, dass es so nicht sein sollte. Die Natur braucht bekanntermaßen den Winter. Nicht nur wegen der unter Umständen nach Mildwinter drohenden Schädlingsplagen, sondern auch weil Frost zum Beispiel den Landwirten den Boden lockert. Bleibt das aus, setzt er sich immer stärker, was zu verschlechterten Abflüssen, Ausspülung und mehr Hochwassergefahren führen kann. Viele andere Faktoren sind an dem Kreislauf der Jahreszeiten beteiligt, der durcheinander gerät, wenn die Jahreszeit sich nicht verhält, wie sie es sonst immer getan hat.
Nun ist mit dem Dezember der Winter ja gerade erst gekommen, und milde Phasen vor und zu Weihnachten sind eher die Regel denn Ausnahme, wenn auch nicht in der jetzt aufgetretenen Konstanz. Wie zu erwarten war, klopft der Winter nun auch mal an: Ab heute wird es merklich kälter, und in der Silvesternacht zum neuen Jahr muss mit Schnee oder Schneeregen gerechnet werden. Das bleibt laut Vorhersagen auch ein paar Tage so, wobei es im Osten schon eisiger ist, im Westen wärmer, wir wahrscheinlich wieder nahe der Luftmassengrenze. Januar und Februar, auch der März noch zu Teilen, sind die eigentlichen Wintermonate. Nicht nur im Harz hofft man für sie auf den ersehnten Schnee und Frost.