Mit deutschsprachigen Liedtexten zum Erfolg

Silbermond bekommt den Paul-Lincke-Ring 2013 verliehen.

„Silbermond“ erhält den Paul-Lincke-Ring 2013 der Stadt Goslar / Fester Platz in der deutschen Musikszene

„Silbermond“ – das sind Stefanie Kloß (Gesang), Johannes Stolle (Bass), Thomas Stolle (Gitarre, Klavier) und Andreas Nowak (Schlagzeug). Mit ihren ausdrucksstarken deutschen Texten feierten sie große Charterfolge. Zu ihren erfolgreichsten Liedern zählen „Symphonie“, „Das Beste“ und „Irgendwas bleibt“. Die Stadt Goslar würdigt das musikalische Schaffen der Band jetzt mit dem Paul-Lincke-Ring für das Jahr 2013. Dies gab Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk beim Neujahrsempfang des Ortsrates Hahnenklee-Bockswiese bekannt. Es ist vorgesehen, den Preisträgern den Ring im Frühsommer im Goslarer Stadtteil Hahnenklee zu überreichen. Ob es im Rahmen der Preisverleihung auch ein Konzert geben wird, wird derzeit geklärt. „Die Entscheidung der Jury, einer sehr erfolgreichen deutschsprachigen Band den Preis zu verleihen, freut mich ganz besonders. Silbermond steht wie keine zweite Band für die deutsche Pop-Musik des noch jungen Jahrtausends. Ich werde mich dafür starkmachen, dass mit ihnen auch wieder an die Tradition der besonderen Atmosphäre der Pfalzkonzerte angeknüpft werden kann“, so Oberbürgermeister Dr. Junk.
Der nach dem Komponisten Paul Lincke („Berliner Luft“) benannte Ring wird seit 1955 alle zwei Jahre zu seinem Gedächtnis verliehen. Der in Berlin geborene und lebende Lincke hatte 1946 auf dem Friedhof in Hahnenklee seine letzte Ruhestätte gefunden. Seitdem wird das Andenken an den Komponisten, der als Schöpfer der Berliner Operette gilt, durch diese Auszeichnung wach gehalten.
Der Paul-Lincke-Ring geht an Künstler, die sich um die deutsche Unterhaltungsmusik und neue musikalische Bühnenwerke in besonderem Maße verdient gemacht haben. Zu den Preisträgern gehören u.a. Udo Jürgens (1981), René Kollo (1991), Peter Maffay (1995), Udo Lindenberg (2003), Max Raabe (2005), Peter Plate (2007) und „Die Fantastischen Vier“ (2009). Im Jahr 2011 erhielt Annette Humpe den Ring. Über die Zuerkennung entscheidet eine Jury aus zehn Mitgliedern.
„Silbermond“ teilte Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk mit, dass „sie sich freuen, den Preis entgegennehmen zu dürfen.“
Kennengelernt haben sich die Mitglieder von „Silbermond“ 1998 in ihrer sächsischen Heimatstadt Bautzen bei einem musikalischen Jugendprojekt. Mit zwei weiteren Mitgliedern bildeten sie zunächst die Coverband „Exakt“. Zwei Jahre später gründeten sie „JAST“ – abgeleitet aus den Anfangsbuchstaben der Vornamen der vier Bandmitglieder. Mit ihren zunächst englischen Songtexten konnte die Band nicht das ausdrücken, was sie mit ihrer Musik sagen wollte, so dass im Herbst 2001 die ersten deutschsprachigen Lieder entstanden. Mit den deutschen Texten kam auch der neue Bandname und 2002 traten sie zum ersten Mal als „Silbermond“ auf.
„Silbermond“ veröffentlichten bislang vier Alben: „Verschwende deine Zeit“ (2004), „Laut gedacht“ (2006), „Nichts passiert“ (2009) und „Himmel auf“ (2012). Die Singles „Das Beste“ und „Irgendwas bleibt“ stürmten jeweils Platz 1 der Charts. „Silbermond“ wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, wie zum Beispiel mit dem Echo als beste Newcomer (2005) und als bester Live-Act (2007 und 2010), mit dem Comet als beste Band (2010) oder mit dem Bambi 2009 in der Kategorie „Pop National“.