Mit Geocaching den Tourismus ankurbeln

Canan Akcabey (TUI Produktmanagerin Harz), Landrat und erster Vorsitzender des HTV Stephan Manke sowie HTV-Pressesprecherin Carola Schmidt (von links). (Foto: Strache)
 
Geocaching soll Touristen anlocken. (Foto: Strache)

Der Reiseveranstalter TUI und der HTV wollen mit der Mystik des Harzes und Wandern punkten

Von Maximilian Strache, Seesen / Goslar

Es ist bereits der 15. Sonderkatalog, den der Reiseveranstalter TUI exklusiv für den Harz auflegt. Zusammen mit den Verantwortlichen des Harzer Tourismusverbandes (HTV) stellten die Produkt­manager von TUI nun den 60-Seiten starken Katalog vor, der, gespickt mit neuen Highlights, den positiven Tourismus-Trend im Harz fortsetzen soll.
Im abgelaufenen Touristik­jahr (1. Oktober 2010 bis 30. September 2011) verzeichnete der führende deutsche Reiseveranstalter ein Buchungsplus von zehn Prozent. Damit liegt das nördlichste Mittelgebirge Deutschlands im Ranking des Reiseveranstalters auf Platz fünf von ingesamt 17 Urlaubsregionen in Deutschland.
Canan Akcabey, TUI Produktmanagerin für den Harz, erhofft sich von dem neuen Katalog und den neuen Angeboten einen weiteren Gästezuwachs im laufenden Touristik­jahr. „Mit dem Start in die Wintersaison können wirnatürlich noch nicht zufrieden sein; wir sind aber zuversichtlich, dass, sobald der erste richtige Schnee fällt, die Buchungen ansteigen werden“, so die Toursimusexpertin Akcabey.
Mit dem neuen Ganzjahreskatalog wollen die TUI und der HTV vor allem vermehrt jüngere Urlauber und Familien in den Harz locken. „Wandern hat sich in den letzten Jahren zu einem absoluten Tourismus-Trend entwickelt. Auch jüngere Menschen, wir sprechen hier über die Zielgruppe der 25- bis 49-Jährigen, haben das Wandern für sich entdeckt“, sagt Carola Schmidt, Pressesprecherin des HTV. Doch die jungen Wanderer wollen, das sagen die Tourismusexperten, vor allem einen Mehrwert beim Wandern erfahren. Das reine Wandererlebnis muss also mit anderen Themen verknüpft werden. Mit der Einführung der Harzer Wander­nadel ist das den Verantwortlichen in der Vergangenheit bereits gelungen. „Die Harzer Wandernadel hat, umgangsprachlich ausgedrückt, wirklich wie eine Bombe eingeschlagen und viele Familien veranlasst, den Harz umfassend zu erkunden“, erklärt Schmidt.
Nun sollen die Erkundungstouren durch den Harz auch als High-Tech-Schatzsuche mittels GPS-Empfänger angeboten werden. Das ganze nennt sich Geocaching und hat sich in den letzten paar Jahren zu einem weltweiten Trend entwickelt. In Zusammenarbeit mit dem HTV und sechs Harzer Hotels wurden die so genannten Caches im Umkreis der Hotels versteckt. Die er­folg­reichen Schatzsucher, die mittels Geokoordinaten und einem GPS-Gerät den Caches auf die Spur kommen, werden in ihrem Hotel mit Gutscheinen belohnt. Wer genügend Ausdauer hat und alle sechs Caches findet, erhält zudem eine exklusive Hexenmedaille. Wer nicht über ein eigenes GPS-Gerät oder ein GPS-fähiges Mobiltelefon verfügt, hat die Möglichkeit, ein entsprechendes Gerät im Hotel kostenfrei auszuleihen. Das muss jedoch schon bei Buchung der Unterkunft angegeben werden.
Landrat Stephan Manke in seiner Funktion als Vorsitzender des Harzer Tourismusverbandes ist von der Professionalität der Vertriebspartnerschaft begeistert. „Die Zusammenarbeit mit der TUI hat einen großen Anteil an der erfolgreichen touristischen Vermarktung des Harzes. Uns freut vor allem, dass einige vom HTV entwickelten Ideen in den neuen Katalog eingeflossen sind“, sagt Manke.
Als weitere Anreize für potenzielle Touristen setzen die Verantwortlichen auf die Mys­tik des Harzes und das unverfälschte und vielfältige Natur­erlebnis. Harzer Hoteliers wie beispielsweise Horst Schwerdtner (Kurpark-Hotel „Im Ilsetal“) haben in den zurückliegenden Jahren vor allem einen Zuwachs von Großstädtern verzeichnet. Nach Angaben Schwerdtners sehnen sich Bewohner von Städten wie Hamburg und Berlin nach einem Naturidyll, um entspannen zu können. Dieses Klientel soll mit speziell auf sie zugeschnittenen Angeboten angesprochen werden. Auch für junge Familien mit Kindern wird in dem neuen Katalog einiges geboten. „Der Harz ist sehr abwechslungsreich. Hier können Natur, Kultur und Spaß leicht miteinander kombiniert werden. Und somit kommen alle auf ihre Kosten“, fasst Carola Schmidt zusammen.