Mit Mitte 50 noch nicht „weg vom Fenster“

Bad Harzburg (bo). Sie sind nicht gerade geborene Glückspilze: Teddy, dessen Partner ihn mittellos zurückgelassen hat, der abgerissene Journalist Scoop und Martin, der im Sozialamt von einem Computer ersetzt wurde. Drei Männer um die Fünfzig, ohne Job und Perspektive, die sich, um Miete zu sparen, zu einer Wohngemeinschaft zusammengetan haben.
Doch dann kommt ihnen eine geniale Idee: Sie beschließen, ihre WG zum Altersheim zu erklären und mit diesem Trick wohltätige Stiftungen abzuzocken. „Wenn uns die Gesellschaft schon zum alten Eisen erklärt“, lautet ihre Rechtfertigung, „dann wollen wir auch etwas davon haben“.
Der Plan scheint aufzugehen – doch bevor das Geld fließt, will die Stiftung dem privaten Heim „Abendsonne“ einen Kontrollbesuch abstatten. Kein Problem – wozu war Teddy schließlich Maskenbildner: Sehr überzeugend schlüpfen die drei für den Prüfer in die Rolle tattriger Greise. Auch die Bardame Mäggi, die als seriöse Heimleiterin herhalten muss, scheint ihre Sache gut zu machen...
Mit „Ein Heimspiel gelang dem Autor Charles Lewinsky eine heitere Verkleidungskomödie (mit Markus Majowski unter anderem), die zwar vor einem ers­ten gesellschaftlichen Hintergrund spielt, aber dennoch beste Unterhaltung bietet und zugleich zeigt, dass man mit Mitte Fünfzig noch lange nicht „weg vom Fenster“ ist.
Karten für die Veranstaltung der Bühne Bad Harzburg zum Preis ab 13 Euro (Schüler erhalten 50 Prozent Ermäßgung) sind erhältlich im Kulturklub-Büro, Herzog-Wilhelm-Str. 65, Telefon (05322) 1888, sowie via Internet: www.kulturklub-bad-harzburg.de.