Mit neuer Markenstrategie Richtung Zukunft

Eine große Auswahl an edlen Spirituosen und Likören. Die Klosterbrennerei Wöltingerode setzt fortan auf ein neues Erscheinungsbild. (Foto: Marx)
 
Goslars Erster Stadtrat Burkhard Siebert mit der Markenbotschafterin „Wöltingeroder Edelfrau Sophie“, Markus Grüßer (Geschäftsführer der Kloster Wöltingerode Brennen & Brauen GmbH) und Klosterkammerpräsident Hans-Christian Biallas bei der Präsentation der neuen Markenstrategie. (Foto: Marx)

Klosterbrennerei Wöltingerode setzt mit neuem Konzept auf Steigerung von Absatz und Bekanntheit

Weizen aus eigenem Anbau, natürliches Malz, Quellwasser aus dem eigenen Brunnen, die Verwendung kupferner Brenngeräte und die lange Holzfasslagerung sind schon seit jeher die Qualitätsversprechen für die Produkte aus der Klosterbrennerei Wöltingerode.

Um diese Versprechen nun noch stärker in den Köpfen der Verbraucher zu verankern und den Produkten gleichzeitig einen noch höheren Bekanntheitsgrad zu verschaffen, setzt die traditionsreiche Brennerei ab sofort auf eine neue Markenstrategie, die am Mittwoch unter dem Leitsatz „Alte Schätze in neuem Gewand...“ der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.
Klosterkammerpräsident Hans-Christian Biallas sagte mit Blick auf das neue Markenkonzept: „Heute ist ein besonderer Tag, denn heute werden die Produkte der Klosterbrennerei mit neuen Etiketten und Namen vorgestellt, der Inhalt ist von gewohnt guter Qualität.“
Die in den vergangenen Monaten erarbeitete Strategie beinhaltet neben neuen Namen für die Brennereispezialitäten auch ein neues Design, das mit einer einheitlichen Struktur für alle Sorten einer besseren Verbraucherinformation dienen soll. So werden alle Flaschen neben moderner Etikettengestaltung mit den eingangs genannten Qualitätsversprechen versehen. So sollen die Verbraucher auf den ersten Blick erkennen, dass es sich bei den Erzeugnissen der Klosterbrennerei um hochwertige, handgemachte Spezialitäten handelt, und nicht um industriell gefertigte Massenware mit allerlei künstlichen Zusätzen.
Die Namensänderung hat den Hintergrund, dass Namen ohne historischen Bezug zum Klostergut aus dem Sortiment verschwinden sollen. So heißt der beliebte Haselsnusslikör „Angelina“ fortan „Knackige Haselnuss“, die „Berliner Sophie“ wird „Milder Kümmel“, der „Kloster Edelkorn“ ein „Probst Johannes“, der bisherige „St. Nikolaus“ ein „Wärmender Zimt“ und der legendäre „St. Benno“ die „Geheimnisvolle 21“. Bis die Kunden jedoch nur noch die neuen Namen und Etiketten in den Regalen des Einzelhandels finden, wird noch einige Zeit vergehen, denn zunächst soll der bisherige Bestand abverkauft werden.
Neu ist auch die Wöltingeroder Edelfrau Sophie. Sie wird für ein Jahr Markenbotschafterin für die Produkte der Klosterbrennerei Wöltingerode sein und soll den Markenauftritt verstärken.
Wie Markus Grüßer, Geschäftsführer der Kloster Wöltingerode Brennen & Brauen GmbH, ausführte, ist es das erklärte Ziel, mit der neuen Markenstrategie einen größeren Verbraucherkreis zu erschließen. Zwar zählt das Klostergut pro Jahr die beachtliche Zahl von rund 250.000 Besuchern, die beim Umsatz der Brennereiprodukte einen Anteil von etwa 90 Prozent ausmachen, bei der überregionalen Bekanntheit könne jedoch noch nachgebessert werden.
Markus Grüßer: „Die neue Gesamtstrategie geht über die Region hinaus um die hiesige Region zu stärken.“
Burkhard Siebert, Erster Stadtrat von Goslar, der in Vertretung des verhinderten Oberbürgermeisters Dr. Oliver Junk der Pressekonferenz beiwohnte, sagte: „Die Klosterkammer und das Klostergut sind ein wichtiger Teil mit Verantwortung für die Stadt und die Region Harz. Hier sind Tradition und Zeitgeist mit Herzblut verbunden. Für Goslar ist das Klostergut zudem ein bedeutender Wirtschaftsfaktor und seit der Fusion mit der Stadt Vienenburg ein echter Imagegewinn und -träger.“
Klosterkammerpräsident Biallas unterstrich nochmals die engen Verflechtungen, zwischen Klosterkammer und der Region. Von den zahlreichen Liegenschaften, die die Kammer verwaltet, befinden sich allein 19 von 800 historischen Gebäuden in Wöltingerode. Den selbstbewussten Markenauftritt verbunden mit einer zeitgemäßen Vermarktungsstrategie begrüßt Biallas auch deshalb, weil Schnaps und Bier traditionell zur 800-jährigen Geschichte des Klosterguts gehören. Neben der Landwirtschaft, der Hotellerie und Gastronomie sind Brennen & Brauen wichtige Eckpfeiler der Gesamtstrategie.