Muffelwild mit neuem Minusrekord

Stieß auf reges Besucherinteresse: die Trophäenschau. (Foto: Jung)

Hegeschau des Landkreises Goslar / Kreisjägermeister Knorr verabschiedet

Goslar (bo). Am vergangenen Sonnabend fand im Kreishaus die Hegeschau des Landkreises Goslar statt. Am Vormittag hatten die Besucher Gelegenheit, die ausgestellten Trophäen vom Dam-, Muffel- und Rehwild zu begutachten.
Am Nachmittag eröffnete dann der neue Kreisjägermeister Günther Heuer– Brockmann die Arbeitstagung. Nach seiner Begrüßung ergriff der stellvertretende Landrat Hans-Peter Dreß das Wort und verabschiedete den langjährigen Kreisjägermeister Hubertus Knorr, der das Amt 18 Jahre lang ausgeübt hatte. Als Anerkennung für seine geleistete Arbeit überreichte Dreß Knorr einen Präsentkorb und spielte ihm persönlich auf dem Jagdhorn einen jagdlichen Gruß.
Bei den Streckenergebnissen, die bekanntgegeben wurden, fiel auf, dass die Schwarzwildstrecke deutlich gesunken ist. Sie verrringerte sich von 1992 (2010) auf 1272 in der Jagdsaison 2011.
Auch die Rehwildstrecke lag mit 1578 Stück unter dem Mittel der vergangenen Jahre.
Beim Muffelwild brachte das Jagdjahr 2011 mit 22 Stück sogar einen neuen Minusrekord. Nur beim Rotwild war eine Steigerung der Jagdstrecke auf 907 Stück zu verzeichnen.
Im Blick auf den Rückgang des Muffelwildes wird vermutet, dass daran die Luchse ein gerüttelt Maß Anteil haben. Karl Friedrich Kaufmann, Vorsitzender der Landesarbeitsgemeinschaft Jagdgenossenschaften (Quedlinburg), meinte in der „Mitteldeutschen Zeitung“, dass die Population dieser Wildkatzen zunehme. Die negative Folge: „In Gebieten, in denen es Luchse gibt, ist das Muffelwild beinahe ausgerottet. Luchse haben hier ihre Daseinsberechtigung, aber der Bestand muss reguliert werden. Das heißt, Einzelexemplare müssen zum Abschuss freigegeben werden“, merkte Kaufmann an.
Den Abschluss der Arbeitstagung bildete der Vortrag „Erntejagd“ von Thies von Koppen.