Nach dem Festival ist vor dem Festival

Begeistertes Publikum. Beim diesjährigen Rocken am Brocken Festival passte alles. Tolle Bands, tolles Wetter und tolle Menschen. Foto: Hoffmann

Rocken am Brocken abermals ein Erfolg / 10-jähriges Jubiläum im kommenden Jahr

Während die Besucher des Wacken-Festivals bis zu den Knien im Schlamm standen, freuten sich die Besucher des Festivals Rocken am Brocken in Elend über Sonnenschein und warme Temperaturen am Nachmittag.
Pünktlich zu Beginn des Open Air-Spektakels meldete das Rocken am Brocken Team ein nahezu ausverkauftes Festival. So feierten am vergangenen Wochenende rund 5.000 Besucher täglich zu Acts wie OK Kid, Annemaykantereit, Who Made Who, Feine Sahne Fischfilet und Vierkanttretlager.
Crowdsurfing, Sprechchöre und etliche Pits machten die Auftritte der grandiosen Bands zu einem einzigartigen Erlebnis und brachten die Brockenbühne und den Jägerzirkus zum Beben.
Auch das Programm im Zauberwald und in der Hexenhütte ließen keine Wünsche offen. DJ JNS, Nod One's Head, I AM HARALD, Hitparadenhelga, Der Houskasper und viele weitere luden Elektronik-Fans ein, die Nächte durchzutanzen.
Zu einer einzigartigen Show im Zirkuszelt, bekannt unter dem Namen Jägerzirkus, luden wieder einmal Acrobatic Colours. Drei Stunden lang hielten sie ihre Fans und Zuschauer Sonnabendnacht in Extase, tanzten und sorgten für ausgelassene Stimmung und einen krönenden Abschluss des Festivals.
Aber nicht nur das LineUp, auch die einmalig familiäre Atmosphäre des Festivals begeisterte seine Besucher bereits zum neunten Mal. Das Gelände versprühte schon fast die Gemütlichkeit des heimischen Gartens. Beispielsweise konnte man sich in Hängematten entspannen über denen in der Dunkelheit Lampenschirme aufleuchteten, oder gemütlich im Iglu auf den Sofas sitzen und alte Festival-Reportagen schauen. Auch die kulinarische Verpflegung ließ keine Wünsche offen. So konnten sich die Besucher neben ihrem eigens aufgewärmten Doseneintopf, oder den etlichen Raviolidosen, auch mit Handbrot, Burgern, Poffertjes und anderen Köstlichkeiten stärken.
Wer den Nachmittag nicht auf dem Campingplatz verbringen wollte, konnte sich der Akustikwanderung quer durch den Nationalpark Harz anschließen, beim Volleyball- oder Fußballtunier teilnehmen, sich auf dem Festival-Gelände schminken lassen oder im nahegelegenen Waldfreibad in Sorge am Tauziehen teilnehmen und sich die heiße Sonne auf den Bauch scheinen lassen. Kurz um, es war für jeden etwas dabei.
Auf dem Campingplatz hingegen traf man auf Einhörner, Thor, Bananen und andere ulkig aussehende Gestalten. Wer wollte konnte den schon fast traditionellen Rutschparcours aus Planen ausprobieren, welcher allerdings wie in jedem Jahr schnell durch die Securitys aufgelöst wurde, oder bei etlichen Runden Flunky Ball mitspielen. An Spaß und Ideenreichtum mangelte es in keiner Ecke des großen Geländes.
Kurz gesagt war es ein rund um gelungenes Festival mit tollem und abwechslungsreichem Musikprogramm und vielen neuen Eindrücken. Nun heißt es wieder einmal „Nach dem Festival ist vor dem Festival“ und viele Besucher freuen sich jetzt schon auf die zehnte Ausgabe im kommenden Jahr.
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