Nationalpark Harz legt Tätigkeitsbericht vor

Ein erfolgreiches Jahr liegt hinter den Verantwortlichen des Nationalparkes Harz. (Foto: Harzer Tourismusverband)

Kompletter Bericht mit vielen Erläuterungen auch im Internet erhältlich

Mit dem Jahr 2013 hat der Nationalpark Harz zum ersten Mal ein ganzes Jahr in seiner neuen Fachbereichsstruktur arbeiten können. „Jetzt steht als vorläufig letzter organisatorischer Schritt die Neuorganisation einiger Nationalpark-Reviere an. Danach wird der Nationalpark Harz gut aufgestellt sein“, so Andreas Pusch, der Nationalparkleiter, „um das Ziel, bis zum Jahr 2022 auf 75 Prozent der Nationalparkfläche den Prozessschutz zu verwirklichen, zu erreichen.

So konnten wir im zurückliegenden Sommer flexibel auf die etwas entspanntere Borkenkäfersituation reagieren. Während sich der Käfer in den Hochlagen des Nationalparks erstaunlicherweise weiter rasant vermehrte, waren in der Naturentwicklungszone nur noch geringe Holzeinschläge notwendig, um die benachbarten Wirtschaftswälder sicher zu schützen. Dafür konnte die planmäßige Aufgabe einer schonenden Unterstützung der natürlichen Waldentwicklung mit großem Engagement vorangebracht werden.“, so Pusch weiter.
Davon konnte sich auch die neue Leitung des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt, Energie und Klimaschutz vor Ort überzeugen. Bereits kurz nach dem Arbeitsbeginn der neuen Landesregierung waren sowohl Minister Stefan Wenzel als auch Staatssekretärin Almut Kottwitz im Nationalpark, um sich ein Bild von dessen Aufgaben zu machen und ihr besonderes Interesse an der Nationalparkarbeit zu unterstreichen. Beide betonten, dass trotz einiger neu zu setzender Akzente die Kontinuität der Nationalparkarbeit insgesamt gewährleistet bleiben muss – vor allem, was die ausgezeichnete länderübergreifende Kooperation zwischen Niedersachsen und Sachsen-Anhalt betrifft.
Eine neue wichtige Herausforderung zeichnet sich dabei für die kommenden Jahre immer deutlicher ab. Fast im gesamten Harz, also auch im Nationalparkgebiet, haben sich die Rothirschbestände stark vermehrt, so dass die Gefahr besteht, dass ökologische Entwicklungen im Schutzgebiet genau so wie ökonomische Ziele außerhalb des Parks gefährdet sein können. Hier wird es die Aufgabe sein, in guter Kooperation mit den Nachbarwäldern  gegenzusteuern.
Die Waldentwicklung mit wissenschaftlichen Methoden zu beobachten und zu dokumentieren, ist ebenfalls eine Kernaufgabe im Schutzgebiet. Hier hat es mit der Einrichtung weiterer Waldforschungsflächen große Fortschritte gegeben. Drei von vier geplanten Flächen sind jetzt komplett eingerichtet und bieten damit die Basis für die kontinuierliche faunistische und floristische Dauerbeobachtung der Nationalpark-Waldentwicklung.
Auch im Bereich Informations- und Bildungsarbeit gibt es eine Menge an Neuigkeiten. Der Park konnte das zehnjährige Jubiläum des Nationalparkhauses Ilsetal in Ilsenburg feiern und der Internetauftritt des Schutzgebiets wurde weiter ausgebaut. Hier stehen inzwischen Nationalpark-Faltblätter auch in Englisch, Dänisch, Holländisch und Esperanto als Downloads zur Verfügung.
Das diesjährige Schwerpunktthema im Tätigkeitsbericht beschäftigt sich mit der Umweltbildung. Von den Anfängen des Nationalparks bis heute wird in einer eindrucksvollen Übersicht dargestellt, in welchem Umfang sich die Einrichtungen und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Nationalparks mit ihren Bildungs- und Naturerlebnisangeboten an Kinder und Jugendliche wenden. Tausende von Kindern haben inzwischen in mehr als 20 Jahren Erfahrungen, Erlebnisse und Eindrücke in der Natur des Nationalparks gesammelt. Diese Arbeit ist im besten Sinne eine Investition in die Zukunft, denn die Kinder von heute übernehmen morgen die Verantwortung für unsere Welt.
Somit steht mit diesem Tätigkeitsbericht wieder eine Übersicht der Arbeit der Nationalparkverwaltung zur Verfügung, die über alle Bereiche der Nationalparkarbeit informiert. Der Bericht steht zum Download unter www.nationalpark-harz.de zur Verfügung.