Naturnahe Ecker

Durch die Arbeiten an der Ecker wurde die „ökologische Durchgängigkeit“ erreicht.

Projekt nimmt erste Formen an

Goslar. Das Projekt „Ökologische Durchgängigkeit der Ecker“ Teilmaßnahme „Brückendurchlass nördlich von Lochtum“ wurde erfolgreich durchgeführt. Es wurden der Sohlabsatz von mehr als 40 Zentimeter sowie die sehr schnell fließende Mittelwasserrinne für kleine Fische und Kleinstlebewesen entschärft. Dafür wurden 52 Tonnen Blocksteine und 36 Tonnen Schutzsteine eingesetzt und netzförmig angeordnet. Dadurch ist die ökologische Durchgängigkeit im Sohlbereich der Brücke durch vielfältige Fließstrukturen und beruhigte Strömungsbereiche erreicht worden.
Der neue Brückendurchlass ist ein wichtiger Baustein in der naturnahen Entwicklung der Ecker. Manfred Niepel, Fachgruppenleiter Umwelt des Landkreises Goslar, erklärte: „Dieses Projekt ist nicht nur das erste des Landkreises auf dem Gebiet der Gewässerentwicklung, sondern es hat auch von Anfang an richtig Spaß gemacht. Natürlich sieht es dann ein Umweltschützer gern, wenn sich Natur und Landschaft qualitativ weiter entwickeln.“
Die erste Teilmaßnahme inklusive Planung hat etwa 26.000 Euro gekostet und liegt damit im geplanten Kostenrahmen. Die Gesamtkosten für das Projekt „Ökologische Durchgängigkeit der Ecker“, welches durch die Europäische Union und das Land Niedersachsen gefördert wird, belaufen sich auf rund 250.000 Euro. Ein begleitendes Monitoring wird durchgeführt. Im kommenden Jahr werden die restlichen vier Teilmaßnahmen in der Ortslage von Wiedelah erfolgen. Sie bestehen hauptsächlich aus dem Abbau von Sohlabsätzen (von bis zu 40 Zentimetern) sowie der ökologischen Neugestaltung des Flussbettes.