Neue Produktionshalle für Altenauer Brauerei

Petra Emmerich-Kopatsch legt zusammen mit Klosterkammerpräsident Hans-Christian Biallas, Rudolf Götz und Brauerei-Geschäftsführer Günther Heuer eine Zeitkapsel in das Mauerwerk (von links). (Foto: Marx)

Grundsteinlegung für Hallenneubau erfolgt / Klosterkammer Hannover investiert rund 1,4 Millionen Euro

Dass die Klosterkammer Hannover voll hinter der von ihr im August 2012 erworbenen Altenauer Traditionsbrauerei steht, zeigte sich am Montag bei der Grundsteinlegung zur Errichtung einer neuen Abfüll- und Lagerhalle am Standort Altenau. Für rund 1,4 Millionen Euro entsteht in der Breiten Straße in den nächsten Monaten die neue Halle, in der ab Mai nächsten Jahres dann die leckeren Biere abgefüllt werden sollen.
Der Grundsteinlegung wohnten neben Klosterkammerpräsident Hans-Christian Biallas, Brauerei-Geschäftsführer Günter Heuer auch die beiden Landtagsabgeordneten Petra Emmerich-Kopatsch (SPD) und Rudolf Götz (CDU) bei. Beide Politiker hatten sich im vergangenen Jahr für den Erhalt der in die Insolvenz geschlitterten Brauerei stark gemacht, und zeigten sich am Montag begeistert angesichts der positiven Zukunftsaussichten des Traditionsunternehmens.
Klosterkammerpräsident Biallas redete offen mit den Gästen, die im Anschluss an die Grundsteinlegung noch mit einer speziellen Bier-Bratwurst und Freibier verköstigt wurden. So machte Biallas deutlich, dass die Insolvenz nicht verwunderlich, sondern dem massiv aufgelaufenen Investitionsstau geschuldet war. „Diesen müssen wir jetzt abbauen und es ist realistisch, dass hier am Standort Altenau zeitnah ein paar feste Arbeitsplätze entstehen könnten“, so der Klosterkammerpräsident. Bei all der Euphorie mahnte Biallas jedoch an, dass die Klosterkammer auf langfristige Sicht auch Geld mit der Brauerei verdienen müsse. „Investitionen allein reichen auf Dauer nicht aus“.
Brauerei-Geschäftsführer Günter Heuer erläuterte den Gästen dann den vorgesehenen Zeitplan für die Bauarbeiten. Die neue Halle soll noch vor Weihnachten, also in den nächsten zwei Monaten, in Systembauweise hochgezogen werden. Den Handwerkern dankte Heuer schon jetzt, da sie es bei dem kalten Herbstwetter nicht einfach haben.
Sobald die Halle steht, soll schon im Januar mit der Inneneinrichtung begonnen werden. Die neue Maschine, die die alte Anlage aus dem Jahr 1963 ersetzen wird, ist deutlich produktiver. Nach Angaben von Geschäftsführer Heuer können in Altenau dann über 10.000 Hektoliter des leckeren Gerstensaftes produziert werden.
Die alte Anlage ist übrigens schon länger nicht mehr in Betrieb. Wie der „Beobachter“ bereits vor einigen Monate berichtete, wird das Altenauer Bier aktuell im Saarland in einer Partnerbrauerei abgefüllt. Die Betriebskosten für die 50 Jahre alte Produktionsanlage sind schlicht zu hoch. Da rechnet sich sogar der weite Weg in den Südwesten der Republik.
Aktuell werden von der Altenauer Brauerei sechs verschiedene Biersorten produziert. Neben einem klassischen Edelpils, gehören das „Harzer Hüttenbier“, ein Dunkelbier und der „Harzer Urstoff“ zu den Sorten. Ein süffiger Maibock und ein kerniger Doppelbock runden das Produktportfolio ab.