Noch keine Entscheidung beim Pumpspeicherwerk Bad Grund

Noch gibt es keine Entscheidung, ob mit dem Bau eines Pumpspeicherwerkes im Wiemannsbucht-Schacht bei Bad Grund begonnen werden kann.

Ergebnisse der Machbarkeitsstudie werden am 20. September vorgestellt

In den letzten Monaten ist es still um das innovative Projekt eines geplanten Pumpspeicherwerks im Wiemannsbucht-Schacht in Bad Grund geworden. Dabei verlangt die vom Bund beschlossene Energiewende eigentlich ein deutlich höheres Tempo bei der Umsetzung derartiger Projekte. Nach überregionalen Zeitungsberichten gibt sich das Umweltministerium des Landes Niedersachsen bedeckt zu Nachfragen zum Pilotprojekt in der Harzer Bergstadt. Das Projekt werde zwar grundsätzlich als positiv gesehen, zu einer Realisierung möchte aber zum gegenwärtigen Zeitpunkt nichts sagen.
Die Verantwortlichen wollen die von der VW Kraftwerk GmbH in Auftrag gegebene wirtschaftliche Machbarkeitsstudie abwarten. Die Ergebnisse der Studie sollen am 20. September der Öffentlichkeit vorgestellt werden.
Die Anlage bei Bad Grund wäre weltweit einzigartig und wurde vom Energieforschungszentrum in Goslar und der Technischen Universität in Clausthal-Zellerfeld erarbeitet. Die Initiative Zukunft Harz (IZH), eine wirtschaftliche Kooperation zwischen den Landkreisen Goslar und Osterode, wollen das Projekt umsetzen und hoffen damit auch eine Stärkung der regionalen Wirtschaft zu erreichen.
Das unterirdische Pumpspeicherwerk soll dazu dienen regenerativ gewonnene Energie zu speichern. Bisher scheiterten die Pläne jedoch an der nicht nachgewiesenen Wirtschaftlichkeit des Projektes. Investoren halten sich bisher zurück. Und auch das Land Niedersachsen und der Bund geben zum aktuellen Zeitpunkt keine finanziellen Zusagen. Das Pilotprojekt soll nach Einschätzung der Experten 150 bis 200 Millionen Euro kosten.
Thomas Kruckow, Projektmanager bei der IZH, und Goslars Landrat Stephan Manke hoffen, dass die Ergebnisse der wirtschaftlichen Machbarkeitsstudie dazu führen werden, dass sich Investoren finden und das auch das Land beziehungsweise der Bund Fördermittel bewilligen.