Paradiesische Zustände für Langfinger

Bei großen Festen wie dem Tag der Niedersachsen sind Langfinger besonders gerne aktiv. Foto: Strache

Polizei Goslar warnt vor Taschendieben am Tag der Niedersachsen und gibt Tipps

Wenn von Freitag, 30. August, bis Sonntag, 1. September, Niedersachsen zu Gast in Goslar, Vienenburg und Wöltingerode ist, bedeutet das auch für Langfinger eine gute Chance, zuzuschnappen. Daher warnt die Polizei Goslar an diesen Tagen besonders aufmerksam zu sein:

„Große Menschenmengen, wie sie am Tag der Niedersachsen zu erwarten sind, bieten für Taschendiebe die perfekte Bühne für ihr unredliches Tun,“ sagt Polizeisprecher Sascha Göritz, „jeder kann aber seinen Beitrag leisten, dass die Langfinger leer ausgehen.“ „In großem Gedränge merke man kaum, wenn jemand versuche, einem die Geldbörse zu stehlen“, so Göritz weiter und öffnet ein Füllhorn von Tipps und Hinweisen:
Zumeist gehen Taschendiebe in Teams von mehreren Tätern arbeitsteilig vor. Dabei nutzen sie Tricks oder schlagen nach einem selbst verursachten Gedränge zu. Das Wichtigste: Geld, Schecks, Kreditkarten und Papiere möglichst in verschlossenen Innentaschen der Kleidung dicht am Körper tragen. Auf gar keinem Fall sollte die EC-Karte zusammen mit der dazugehörigen PIN-Nummer aufbewahrt werden. Auf Seite der Opfer sind überwiegend Frauen betroffen. Das Repertoire der Taschendiebe ist äußerst umfangreich, fast täglich werden neue Finessen bekannt.

Die beliebtesten Tricks von Taschendieben:

Der Rempel-Trick: Das Opfer wird im Gedränge angerempelt oder „in die Zange“ genommen; beim Einsteigen stolpert der Vordermann, er bückt sich oder bleibt plötzlich stehen. Während das Opfer aufläuft und abgelenkt ist, greift ein Komplize in die Tasche.

Der Drängel-Trick: In vollen Bussen oder Bahnen rückt ein Dieb unangenehm dicht an das Opfer heran, das ihm den Rücken zuwendet und so die Tasche „griffbereit“ anbietet.

Der Stadtplan-Trick: Fremde fragen das Opfer nach dem Weg und halten ihm einen Stadtplan vor oder bitten es – etwa auf Bahnhöfen – an einen ausgehängten Plan. Während sich das Opfer orientiert und abgelenkt ist, plündern andere Täter die Hand- oder Umhängetasche. Der Geldwechsel-Trick: Fremde bitten das Opfer, eine Münze zu wechseln. Wenn das Opfer die Geldbörse zieht und das Münzfach öffnet, wird es vom Täter abgelenkt. Während dieser seine Münze in die Börse wirft, nimmt er Banknoten heraus.

Der Beschmutzer-Trick: Insbesondere nach einem Bankbesuch wird das Opfer „versehentlich“ mit Ketchup, Eis oder einer Flüssigkeit bekleckert. Beim wortreichen Reinigungsversuch verschwindet das gerade abgehobene Geld aus der Tasche.

Sollten Besucher des 33. Tages der Niedersachsen trotz aller Vorsichtsmaßnahmen Opfer eines Diebstahls werden, sollten sie umgehend die Polizei informieren. Das gilt natürlich auch für den Fall, sollten Diebe bei ihrer Tatausführung beobachtet werden.