Polizei und Bürger gemeinsam gegen Einbrecher

Einbruch durchs Fenster. Foto: Kripo (Foto: Kripo)
 
Einbrecher lassen grüßen. Foto: Kripo (Foto: Kripo)

Leider ein Phänomen, das mit der jetzt frühen Dämmerung einhergeht: Wohnungseinbrüche in den Nachmittags- und Abendstunden

Gemeinsam mit den Einwohnern des Landkreises Goslar ist es der Polizei gelungen, in den letzten Jahren die Wohnungseinbrüche von 274 im Jahr 1998 auf 137 im Jahr 2009 zu senken. Hierbei lag zuletzt die Aufklärungsquote bei über 31 Prozent. Rund ein Drittel der Taten blieb im Versuch stecken.
Um dieses Ergebnis noch besser zu gestalten, ist jeder Bürger aufgefordert mitzuhelfen.

Goslar (bo). Die Devise lautet: Aufpassen, und wenn einem etwas verdächtig vorkommt, sofort den Polizeinotruf 110 wählen. Hierbei kommt es besonders darauf an, dass die Polizei umgehend von den gemachten Beobachtungen Kenntnis erlangt. Melden Sie verdächtige Personen, Fahrzeuge und Beobachtungen unverzüglich an die Polizei. Ihre Feststellung könnte das entscheidende Puzzleteilchen bei den polizeilichen Ermittlungen sein. Das Motto lautet: Lieber einmal mehr anrufen als einmal zu wenig.
Dabei braucht man keine Sorge zu haben: Dieser Anruf ist über 110 kostenlos, und der anschließende Polizeieinsatz zieht keine Gebühr für den Meldenden nach sich! Nur durch eine sofortige Information kann die Polizei unverzüglich reagieren und den Täter stellen.
Gerade nach der Umstellung der Sommer- auf die Winterzeit ist besondere Achtsamkeit gefordert, da es noch früher dunkel wird.
Die Polizei Goslar, vertreten durch den Beauftragten für Kriminalprävention, Günter Koschig, und den Verantwortlichen für Öffentlichkeitsarbeit, Sascha Göritz, führte daher eine Beratungsaktion auf dem Marktplatz in Ohlhof durch. Hierbei wurden sie tatkräftig unterstützt durch die Mobile Beratungsstelle der Polizeidirektion Braunschweig und den ebenfalls angereisten Polizeioberkommissar Werner Bock. Zuvor waren an die Haushalte in Ohlhof Informationsflyer „Vorsicht! Wachsamer Nachbar Ganze Sicherheit für unser Viertel!" verteilt worden. Den gesamten Nachmittag über konnten so Fragen beantwortet und intensive Gespräche geführt werden. Gerade Ohlhof macht es leider mit seinen vielen Stichstraßen und Grünbereichen Einbrechern leicht, sich unbemerkt Häusern zu nähern. Bei den vielen Gesprächen wurde festgehalten, dass neben der sofortigen Alarmierung der Polizei es weitere Möglichkeiten gibt, Wohnungseinbrüche zu vermeiden:

  Schutz durch
Technik

Es ist sicherlich nicht finanzierbar, ein Haus völlig einbruchsicher zu gestalten. Auch will niemand in einer Festung wohnen. Aber es gibt leicht durchzuführende und kostengünstige Maßnahmen, um einen Einbruch zu verhindern. Türen und Fenster können zum Beispiel mit zusätzlichen mechanischen Sicherungen versehen werden. Gut gesicherte Fenster und Türen zu öffnen, erfordert in der Regel einen hohen Zeitaufwand und verursacht Lärm. Davor schrecken Täter meist zurück. Sind dann auch noch die dunklen Ecken durch Lampen mit Zeitschaltuhren oder besser noch Bewegungsmeldern ausgeleuchtet, schreckt dies zusätzlich ab. Dies gilt insbesondere für den rückwärtigen Hausbereich, beispielsweise bei Terrassentüren.

Auf gute
Nachbarschaft

Genauso wichtig wie technische Sicherungen ist die soziale Kontrolle einer funktionierenden wachsamen Nachbarschaft. Sprechen Sie im Haus oder in der Nachbarschaft auftretende unbekannte Personen an und fragen Sie, ob sie behilflich sein können. Damit holen Sie vermeintliche Straftäter schon im Vorfeld geplanter Straftaten aus ihrer gewollten Anonymität und signalisieren diesen ein hohes Risiko der Wiedererkennung und Identifizierung. Achten Sie auf verdächtige Personen und Fahrzeuge in der Nachbarschaft.

 Weitere
Informationen

Tipps und Hinweise für eine effektive Haus- und Wohnungssicherung gibt es bei der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle der Polizeiinspektion Goslar und im Internet, beispielsweise auf der Seite www.polizei-beratung.de.