Polizei warnt vor „Hackern“

Die Polizei Goslar ermittelt aktuell in zwei Kriminalfällen, in denen Emailkonten von bislang Unbekannten gehackt und für Betrugshandlungen genutzt wurden.
Hierbei wurden über die Kontakteinträge der geknackten Accounts gefälschte Hilferufe an alle Bekannten der Geschädigten geschickt.
Es wurde angegeben, ein angeblicher Freund hätte nach einem Diebstahl im Ausland alle Papiere samt Barmittel verloren und bräuchte dringend eine Geldanweisung über einen Geldtransferdienst wie zum Beispiel Western Union. Nur durch die Aufmerksamkeit der Angeschriebenen war es in den beiden angezeigten Fällen nicht zu einem Schadenseintritt gekommen.
Die Polizei Goslar nimmt die Fälle aber zum Anlass und warnt: Überweisen niemals über einen Geldtransferdienst wie Western Union Geld an Menschen, die sie nicht kennen oder deren Identität nicht zweifelsfrei geklärt ist.
Wichtig ist in diesem Zusammenhang die Passwortwahl. Internetnutzer sollten nie dasselbe Passwort für mehrere Anwendungen nutzen und die Passwörter regelmäßig ändern. Es sollte ein Passwort gewählt werden, das mindestens acht Zeichen lang ist. Es sollte aus Groß- und Kleinbuchstaben in Kombination mit Zahlen und Sonderzeichen bestehen und auf den ersten Blick sinnlos zusammengesetzt sein. (Ausnahme: Bei Verschlüsselungsverfahren wie beispielsweise WPA und WPA2 für WLAN sollte das Passwort mindestens 20 Zeichen lang sein.)
Tabu sind Namen von Familienmitgliedern, des Haus­tieres, des besten Freundes, des Lieblingsstars oder deren Geburtsdaten usw.. Das Pass­wort sollte nicht in Wörterbüchern vorkommen. Auch Passwörter, die aus gängigen Varianten und Wiederholungs- oder Tastaturmustern bestehen (zum Beispiel „asdfgh“ oder „1234abcd“), sind nicht empfehlenswert, so die Polizeiinspektion in Goslar. Einfache Ziffern oder Sonderzeichen wie „$“ am Anfang oder Ende eines ansonsten simplen Passwortes bieten keinen ausreichenden Schutz.
Mehr Informationen zu den Themen Datenschutz und Sicherheit im Internet gibt es auch unter www.polizei-beratung.de.