Polizeibeamte auf Wildschweinjagd

Tierischer Besucher. (Foto: Harald Schottner/ pixelio.de)

Eine Goslarerin hatte den Schwarzkittel in ihrem Vorgarten / Eine Schaufel kam zum Einsatz

Tierischer Einsatz für Goslars Polizeibeamte: Am Mittwoch wurden sie um 14 Uhr in die Lautenthaler Straße in Goslar-Hahnenklee gerufen. Eine besorgte Hausbesitzerin teilte der Polizei über Notruf mit, dass sich auf ihrem Grundstück ein Wildschwein verirrt habe. Sie habe keine Erklärung, wie es dort hin gekommen sei und wie sie sich jetzt verhalten soll.
Die eingesetzte Streifenbesatzung traf den Schwarzkittel auf dem Grundstück an. Dieser versteckte sich auf dem großen Anwesen in den Büschen. Nun war guter Rat teuer. Das Grundstück war entsprechend eingezäunt und ein Schlupfloch konnte nicht entdeckt werden.
Ein Jagdberechtigter konnte informiert werden und sagte sein Erscheinen zu, mit dem Hinweis dass er den Schwarzkittel waidmannsgerecht erlegen werde. Jetzt kam es anders als gedacht, denn der Hausbesitzerin wurde dies mitgeteilt und nun zeigte sie plötzlich Mitgefühl für das Wildschwein. Sie erinnerte sich an eine alte Gartenpforte auf ihrem Grundstück. Sie bat nun die Polizeibeamten, dass Wildschwein durch die Pforte zu treiben.
Das stellte sich als gar nicht so einfach heraus, denn die Pforte ließ sich zunächst nicht öffnen. Zudem war der Jagdberechtigte bereits auf dem Weg. Die Zeit drängte also. Da es sich um eine alte und zugewachsene Pforte handelte, musste diese durch einen Beamten erst freigeschaufelt werden. Anschließend jagten zwei Polizeibeamte den Schwarzkittel durch das geöffnete Gartentor in den angrenzenden Wald.
Die Hausbesitzerin war glücklich, die Polizeibeamten außer Atem und der inzwischen eingetroffene Jagdberechtigte zog, ohne ein Schuss abgegeben zu haben, von dannen.