Putzhilfen müssen unfallversichert sein – auch bei Schwarzarbeit

Goslar (bo). Wer in seinem Haushalt oder für die Gartenarbeit eine Hilfe beschäftigt, muss sie zur gesetzlichen Unfallversicherung anmelden.
Das gilt auch dann, wenn die Hilfe „schwarz“ arbeitet – ob auf eigenen Wunsch oder in Übereinkunft mit dem Arbeitgeber. Darauf weist der Gemeinde-Unfallversicherungsverband Hannover (GUVH) hin. Die Versicherungspflicht besteht selbst dann, wenn eine Hilfe nur einmalig und für kurze Zeit eingesetzt wird, etwa für den anstehenden Frühjahrsputz oder die Bepflanzung und Herrichtung des Gartens nach dem Winter.

•Gesetzliche Unfallsicherung ist Pflicht: „Oft ist es die Hilfe selbst, die eine Legalisierung ihrer Tätigkeit nicht wünscht, weil sie das Finanzamt oder die Kürzung von Lohnersatzleistungen fürchtet“, sagt Roland Tunsch, Geschäftsführer des GUVH. Er rät den Arbeitgebern, sich darauf nicht einzulassen, denn jedem privaten „Chef“, der seine Hilfe nicht zur gesetzlichen Unfallversicherung anmeldet, droht ein Bußgeld.

•Minijobzentrale oder GUVH? Verdient die Hilfe weniger als 400 Euro pro Monat („geringfügig Beschäftigte“), muss sie bei der Minijobzentrale angemeldet werden (www.minijob-zentrale.de).
Für Hilfen, die mehr als 400 Euro verdienen, etwa durch mehrere Jobs, ist der regional zuständige Unfallversicherungsträger der richtige Ansprechpartner (nähere Infos unter www.dguv.de)