Ressourcen effizienter einsetzen

Dr. Jörg Aßmann (Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Region Goslar GmbH & Co. KG – WiReGo), Monika Opitz (Geschäftsführerin der RKW Nord GmbH), Thomas Brych (Landrat des Landkreises Goslar), Prof. Dr. Ulrich Fischer-Hirchert (Vorsitzender der Energie- und Ressourcen Agentur Goslar mit Energie e.V.), Willi J. Lauer (Vorsitzender des Lenkungsausschusses der Initiative Zukunft Harz), Prof. Dr. Thomas Hanschke (Präsident der TU Clausthal), Christel Wemheuer (Vorsitzende der Energieagentur Region Göttingen

Landkreisübergreifendes Beratungsnetzwerk zur Förderung der Energie- und Materialeffizienz ins Leben gerufen

Die Initiative Ressourceneffizienz Harz (IRH) startet ein landkreisübergreifendes Beratungsnetzwerk zur Förderung der Energie- und Materialeffizienz in der Region. Durch fachkundige Beratung und Einwerbung von Fördermitteln sollen die Unternehmen in den Landkreisen Goslar und Osterode am Harz/ Göttingen wirtschaftlich gestärkt und durch ein ressourcenschonendes Handeln ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden.

Das Land Niedersachsen, der Bund und die EU legen ihren Schwerpunkt auf die Stärkung der Ressourceneffizienz und die Förderung entsprechender regionaler Netzwerke.
Die Leistungen des Beratungsnetzwerks der Initiative Ressourceneffizienz Harz richten sich vorrangig an kleine und mittlere Unternehmen (KMU), wobei auch Unternehmen, die Teil einer größeren Unternehmensstruktur sind, an den Beratungsleistungen teilhaben können. Im Netzwerk sollen Beratungskompetenzen aus der Region für die Region gebündelt werden. Durch das Netzwerk soll die Motivation zur Inanspruchnahme von Beratungsleistungen erhöht werden und gleichzeitig Transparenz über die in der Region vorhandene Beratungsqualität schaffen.
Auf Anregung der Initiative Zukunft Harz schließen sich in der Initiative Ressourceneffizienz Harz folgende Projektpartner zusammen: Landkreis Osterode am Harz, Landkreis Goslar, RKW Nord GmbH, CUTEC-Institut GmbH, Technische Universität Clausthal, Wirtschaftsförderung Region Goslar GmbH (WiReGo), Energie- und Ressourcen Agentur Goslar mit Energie e.V., Energieagentur Region Göttingen e.V. und die Initiative Zukunft Harz. Die Partner unterzeichneten am Dienstag eine Kooperationsvereinbarung mit dem Ziel, dieses regionale Netzwerk aufzubauen und zu etablieren.
An die Energie- und Material­effizienzberater der Region richtet sich nun der Aufruf, sich diesem Netzwerk anzuschließen. Die Berater sollten bereits bei der Deutschen Energieagentur (dena) oder der Deutschen Materialeffizienzagentur (demea) in Berlin, bei der KfW-Bank als KMU-Berater oder bei der LEEN-GmbH (Lernende Energieeffizienz-Netzwerke in Karlsruhe) gelistet sein.
Gesucht werden neben zertifizierten Beratern auch Ingenieure und Experten mit Kompetenzen im Bereich der Materialeffizienz aus den hiesigen regionalen Unternehmen. Auch diese können Teil des Netzwerks werden, denn die IRH sucht Spezialisten.
Geplant ist, dass das Beratungsnetzwerk seine Arbeit im Sommer 2015 beginnt.
Bei Interesse bitte bei der Initiative Zukunft Harz melden: info@ initiative-zukunft-harz.de, Telefon: (05323) 931-573. Dort erhalten Interessierte die konkreten Bewerbungskriterien.
Die IRH bereitet eine erste Informationsveranstaltung für das 2. Quartal 2015 vor. Hier werden die Ziele, das Vorgehen und die Chancen des Netzwerks erläutert. Eine Anmeldung ist erforderlich.
Die Materialkosten haben mit rund 45 Prozent (Durchschnitt der verarbeitenden Betriebe in Deutschland) den weitaus größten Anteil an den Gesamtkosten eines Unternehmens. Aufgrund steigender Rohstoff- und Energiepreise sowie global sich verknappender Brenn- und Rohstoffe gewinnt der effiziente Einsatz von Material und Energie zunehmend an Bedeutung für den Erfolg von Unternehmen. In der Region gibt es starke Unternehmen, die in ihrer Branche teilweise Weltmarktführer sind. Die Harzregion ist seit alters her eine Bergbau- und Energiegewinnungsregion.
Zudem bietet sie lokale Forschungsschwerpunkte in Zukunftstechnologien (zum Beispiel in Rohstoffrückgewinnung, Erneuerbaren Energien und Werkstoffen) und traditionell gewachsene Stärken in Branchen mit sehr guten Zukunftsaussichten. Eine Analyse der IZH dieser heutigen Stärken und zukünftigen Wachstumsaussichten zeigt, dass die Fokusbranchen der Region teilweise eine hohe Energie- und/oder Materialintensität aufweisen.
Entsprechend groß sind die Potenziale, durch eine verbesserte Ressourceneffizienz die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu verbessern.

Hintergrund:
Der Aufbau des Beratungsnetzwerks für Energie- und Materialeffizienz ist eines der Regionalentwicklungsprojekte der Initiative Zukunft Harz (IZH). Die IZH – eine Initiative der Landkreise Goslar und Osterode am Harz – setzt in fünf Handlungsfeldern eine regionale Wachstumsstrategie für mehr Wachstum und Beschäftigung um. Ein Projektschwerpunkt im Handlungsfeld Energie- und Ressourcentechnologie liegt in der Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit der regionalen Unternehmen durch Kosteneinsparungen beim Einsatz von Energie und Material.