Schüler werden im Harz zu Wildnisforschern

Die Teilnehmer der JuniorAkademie 2011 unterwegs am Oderteich im Nationalpark Harz.

Erfolgreiche JuniorAkademie des Nationalpark-Besucherzentrums TorfHaus / Jetzt schon für 2012 anmelden!

Goslar (bo). Zum zweiten Mal fand vor wenigen Tagen die Deutsche JuniorAkademie des Regierungsbezirks Braunschweig im Harz statt. Als Veranstalter organisierte wiederum das Bildungshaus Zeppelin in Goslar den Aufenthalt und die spannenden Work­shops für besonders talentierte, interessierte und leistungsbereite niedersächsische Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I.
Die Deutschen JuniorAkademien sind eine länderübergreifende Initiative in enger Kooperation mit den jeweiligen Kultusministerien, die bundesweit vom Verein Bildung und Begabung e. V. koordiniert werden. Die JuniorAkademien wollen den Jugendlichen ganz neue Erfahrungen vermitteln, intellektuell, sozial und ganzheitlich herausfordern, Begabungen und Talente fördern. „Die Schülerinnen und Schüler können in Themenfelder hineinschnuppern, die weit über die Bildungspläne und die Möglichkeiten der Schulen hinaus gehen“, sagt Heiko Eifling vom Bildungshaus Zeppelin. Die Auswahl der Work­shop-Leiter und Betreuer sowie die inhaltlichen und methodischen Ansätze stellen eine hohe pädagogische Qualität bei der Durchführung der Programme sicher.
Unterschiedliche Angebote unter dem Motto „Technik. Natur.Kultur – Forschen, inszenieren, philosophieren im Harz“ standen den Jugendlichen im Rahmen verschiedener Workshop-Angebote zur Auswahl. So ging es um „Die Welt der Metalle“, bei einer Theaterinszenierung „Der Flug der Hexen“ um die Entwicklung und Schulung des Körperausdrucks, um eigene Musikproduktionen unter dem Motto „Vom guten Ton zur professionellen Musik“ und bei „Wege in die Wildnis“ um das Eintauchen und die Reflektion der Zusammenhänge in der wiederentstehenden Nationalpark-Wildnis.
Der achttägige Workshop „Wege in die Wildnis“ wurde wie auch im Jahr 2010 von Mitarbeitern des Nationalpark-Besucherzentrums TorfHaus unter Leitung des Diplom-Biologen Jens Halves und unter Anwendung eines komplexen Methodenmixes durchgeführt. So ging es nicht nur um Untersuchungen zu unterschiedlichen Waldbildern des Nationalparks Harz, sondern auch um die Ausrottung und Wiederansiedlung großer Beutegreifer wie beispielsweise dem Luchs. Die Schülerinnen und Schüler wurden zu Wildnisforschern und erkundeten, wie Wildnis unter Nationalparkmanagement Wirklichkeit werden kann. Sie untersuchten, erforschten, bewerteten und reflektierten Fragestellungen wie „Woran erkennt man Wildnis?“ oder „Wie ist das Verhältnis zwischen Mensch und Natur?“
Die Vorstellung der Ergebnisse erfolgte während einer gemeinsamen Abschlusspräsentation aller Workshops. „Wilde Natur bietet mir Ruhe, die ich im Alltag vermisse. Sie bietet mir Schönheit und ein perfektes Chaos“, resümierte der Schüler Cornelius begeistert seine Eindrucke. Auch Teilnehmerin Tabea reflektierte ihre Erfahrungen in der Wildnis des Nationalparks Harz mit: „Wie Wildnis ist, wissen nur wir selbst. Es gibt keine Richtlinie, nach der wir sie einordnen können. Sie ist für jeden anders“.
Interessierte Schülerinnen und Schüler an der Juniorakademie 2012 im Harz können sich an das Bildungshaus Zeppelin, Zeppelinstraße 7, 38640 Goslar, Telefon (05321) 34110, oder an info@bildungshaus-zeppelin.de wenden.