Schwarze Schafe bei den weißen Köchen

Die Harzer Köche bilanzierten ein durchwachsenes Jahr bei ihrer Jahreshauptversammlung.

Harzer Köche bilanzieren das vergangene Jahr / Nachwuchsgewinnung erweist sich als schwierig

Ins „Paradies“ eingeladen waren die Mitglieder der Vereinigung Harzer Köche zu ihrer Jahreshauptversammlung. „Paradies“, so heißt das Hotel des Vorsitzenden Michael Klutt in Herzberg-Sieber.

Seinen Bericht verpackte Klutt in einen Rückblick auf die Veranstaltungen des vergangenen Jahres. Dazu gehörten unter anderem eine Brauereibesichtigung in Altenau, ein Besuch am Kuttelbacher Teich in Hahnenklee oder ein Neujahrsempfang in Osterode-Freiheit.
Der Harzer Jugendmeister wurde mangels ausreichender Interessenten nicht ausgetragen. Dafür soll es 2015 wieder einen Nachwuchswettbewerb geben.
Mit 94 Mitgliedern ist der Verein nach den Worten seines Vorsitzenden „relativ stabil“. Aus den größeren Städten in Niedersachsen werden größere Fluktuationen gemeldet. Schwierigkeiten bietet die Nachwuchspflege. Die Auszubildenden im zweiten und dritten Lehrjahr werden in ihren Betrieben zeitlich sehr gefordert. Ihre Neigung, darüber hinaus an freiwilliger Fortbildung teilzunehmen, ist ziemlich begrenzt.
Der im vergangenen Jahr neu installierte Jugendwart Torsten Reitzig ist noch auf Informationstour. Auf den wichtigen Gastronomie Messen beobachtet er, welche Initiativen andere Landesverbände ergreifen.
Beim Achenbach Wettbewerb (Landesmeisterschaft), der in Soltau ausgetragen wurde, stellten die Harzer Köche mit Michael Klutt den Vorsitzenden. „Dabei geht es ganz klassisch zu“, sagte der Harzer Oberkoch. Jeder Teilnehmer kocht ein Gericht für sechs Personen und löst zuvor eine Reihe von theoretischen Aufgaben. Der Harz hatte leider keinen eigenen Vertreter und musste sich einen Jungkoch aus Lüneburg „ausleihen“. Die Siegerin Maren Meier kommt aus Schneeverdingen.
 Noch immer wabert bei den Köchen ein überaus kritischer Spiegel-Beitrag über den Versammlungen. „Nicht alles daran war falsch“, sagte Klutt. Bedauerlicherweise gäbe es in der Branche immer wieder schwarze Schafe.