Sommer? Sonne? Festival!

Tolle Bands, tolle Atmosphäre, tolles Festival. Das Rocken am Brocken Festival wird vom 30. Juli bis 1. August veranstaltet. (Foto: bo)
 
Festivalspaß in einmaliger Umgebung. Das bietet das Rocken am Brocken Festival in Elend bei Sorge. (Foto: Photopunk)

Das legendäre Rocken am Brocken Festival geht vom 30. Juli bis 1. August in die neunte Runde

Der Sommer kann sich zwar noch nicht so ganz entscheiden, ob er nicht doch lieber ein Herbst wäre, doch echte Festivalfans juckt das nicht im Geringsten. Der Sommer hat aber auch noch ein wenig Zeit sich seinen Namen zu verdienen, und deshalb liegt es auch immer noch im Bereich des Möglichen, dass pünktlich zur neunten Auflage des inzwischen schon legendären Rocken am Brocken Festivals die Sonne mit dessen Besuchern um die Wette strahlt.
Veranstaltet wird das große Open-Air-Spektakel in diesem Jahr von Donnerstag, 30. Juli, bis einschließlich Sonnabend, 1. August. Das Veranstaltungsteam, das sich wie üblich ausschließlich aus ehrenamtlichen Kräften zusammensetzt, erwartet 4.500 bis 5.000 Besucher täglich und hat ein Bühnenprogramm zusammengestellt, das sich wirklich sehen lassen kann.
Da wären zum einen die Jungs der wundervollen Band „Annenmaykantereit“ aus Köln. Liveerfahrung hat die Band um den charismatischen Sänger Henning May unter anderem bei Auftritten als Straßenmusiker in der Kölner Innenstadt oder in Uni-Hörsälen gesammelt, die sie überfallartig stürmten und die verdutzten Studenten mit ihrer grandiosen Darbietung überzeugten. Seit ihrer Tour mit dem Erfurter-Superstar Clueso dürften „Annenmaykantereit“ auch nicht mehr als Geheimtipp gelten. Für Furore sorgten die Kölner Musiker aber nicht nur in Innenstädten und Hörsälen, sondern auch im Internet. Auf der Videoplattform Youtube avancierte ihr Song „Barfuß am Klavier“ zum Superhit, und das dazugehörige Video wurde jüngst mit dem Webvideo-Preis geadelt.
Erfahrungen mit Platzkonzerten hat auch die Münchner Blaskapelle „Moop Mama“. Was diese Band so besonders macht ist aber nicht nur die Tatsache, dass sie ungefragt in U-Bahn-Stationen oder in Parkanlagen Konzerte gibt, sondern vor allem ihre Musik. „Moop Mama“ machen deutschsprachigen Hip-Hop, katapultieren diese Musik mit ihrer einzigartigen Besetzung jedoch auf ein ganz neues Level. Rapper Keno Langbein wird nämlich nicht von einem DJ am Plattenspieler begleitet, sondern von einer ausgewachsenen, neun Mann starken, Blaskapelle. Der Sound von „Moop Mama“ und die Energie, die diese Band auf die Bühne bringt, lässt sich aber nicht beschreiben. „Moop Mama“ muss gehört werden.
Mit Sprechgesang hat auch die Band OK Kid aus Gießen zu tun. Das Trio um Sänger Jonas Schubert gilt ebenfalls schon lange nicht mehr als Geheimtipp, sondern wird bundesweit gefeiert. Festivalerfahrungen hat die Truppe ebenfalls. So standen sie schon beim Southside oder dem Hurricane Festival auf der Bühne.
Das weitere LineUp der Haupt- und Zeltbühne liest sich ebenfalls fantastisch, tauchen dort doch so klangvolle Namen wie „Royal Republic“, „Turbostaat“, „Vierkanttretlager“, „WhoMadeWho“ oder „Sizarr“ auf.
Und wie beim Rocken am Brocken in Elend bei Sorge üblich kommen auch Fans elektronischer Musik voll auf ihre Kosten. Im Zauberwald und der Hexenhütte geben sich Szenegrößen wie „Lexer“, „K-Paul“, „Housekid“ oder „Say Yes Dog“ die sprichwörtlichen Turntables in die Hand.
Doch das Festival im wunderschönen Harz besticht seit nunmehr neun Jahren neben dem stets exzellent gewählten LineUp auch durch seine einmalige Atmosphäre. So bietet das Waldseebad, sollte der Sommer wie erhofft Einzug halten, Abkühlung bei heißen Temperaturen oder die Natur kann bei einer akustischen Waldwanderung erkundet werden.
Die Macher von Rocken am Brocken verfolgen übrigens eine streng nachhaltige Strategie. Das gesamte Festival verstehen sie als ein großes Grenn Camping. Neben der bereits erwähnten akustischen Waldwanderung manifestieren zahlreiche andere Maßnahmen das Engagement für Nachhaltigkeit: Gäste, die mit dem Fahrrad aus Berlin anreisen und die mehreren Hundert Euro in Form von Getränkepfand, die Jahr für Jahr gespendet werden, sind an dieser Stelle nur einige Beispiele.
In diesem Jahr soll eine Zusammenarbeit mit der Green Music Initiative und eine Baumpflanzaktion diese umweltbewusste Entwicklung vorantreiben.
Karten für das Festival gibt es im Internet unter www.rocken-am-brocken.de