Spannende Vorträge bei den Frankenberger Winterabenden

Bei besonders großem Publikumsinteresse werden die Winterabende in die Kirche verlegt.

Neben Bundestagspräsident Dr. Norbert Lammert werden Philosoph Dr. Richard David Precht und ZDF-Wettermann Dr. Gunter Tiersch erwartet

Angesichts des hochkarätigen Programms dürfte die Prognose nur wenig gewagt sein, dass die Frankenberger Winterabende in der neuen Saison des Öfteren in die Kirche ausweichen müssen.

Denn angesichts der spannenden Themen und der großartigen Referenten ist damit zu rechnen, dass der Raum im Kleinen Heiligen Kreuz das eine oder andere Mal zu wenig Platz für die Anzahl der zu erwartenden Besucher bietet.
Dem Organisationsteam ist es nämlich gelungen so prominente Köpfe wie Bundestagspräsident Dr. Norbert Lammert, den Philosophen Dr. Richard David Precht oder den ZDF-Wettermann Dr. Gunter Tiersch nach Goslar zu lotsen. Einen zum Nachdenken anregenden Abend verspricht aber auch der Vortrag von Jennifer Teege, die über den Umgang mit ihrer verstörenden Herkunft als Enkelin des ehemaligen KZ-Kommandanten Amon Göth spricht.
Den Auftakt der Veranstaltungsreihe macht aber zunächst am Donnerstag, 8. Januar, Dr. Gunter Tiersch, der über Turbulenzen ganz anderer referieren wird. Der ZDF-Wettermann, dem Wetterkapriolen nicht fremd sind, wird beispielsweise über die Auswirkungen von milden Wintern im Harz sprechen. In seinem Vortrag „Schneekanonen oder Orangenbäume? Wetter und Tourismus im Harz“ wird er augenzwinkernd Antworten zu diesem spannenden Themenkomplex geben.
Schlag auf Schlag folgen dann die Referenten ab Ende Februar. Am Dienstag, 24. Februar, wird die Hamburgerin Jennifer Teege, Enkelin des KZ-Kommandanten von Plaszow in Goslar gastieren. Amon Göth ist vielen Menschen aus dem Film „Schindlers Liste“ bekannt. Teege, Tochter einer Deutschen und eines Nigerianers, kann zu Recht behaupten: „Mein Großvater hätte mich erschossen!“ Ihre Familiengeschichte bezeugt einmal mehr die Absurdität des nationalsozialistischen Rassenwahns.
Der Kulturwissenschaftler Professor Dr. Wolfgang Kaschuba wird sich dann am Montag, 2. März, einer aktuellen gesellschaftlichen Erscheinung widmen. Sein Thema lautet: „Immer besser, immer mehr! Folgen der Selbstoptimierung.“
Politisch wird es dann am Donnerstag, 12. März, wenn Bundestagspräsident Dr. Norbert Lammert im Rahmen der Frankenberger Winterabende sprechen wird. Viele Deutsche haben vielleicht noch das Wort von Kanzlerin Angela Merkel von der „alternativlosen Europapolitik“ gegenüber Griechenland im Ohr. Ihr Parteifreund Dr. Norbert Lammert wird der Problematik des Politikverständnisses mit der ihm eigenen rhetorischen Brillanz nachgehen. Lautet also die Konsequenz: „Alternativlose Politik braucht keine Parlamente.“ (Hinweis: Der Vortrag von Dr. Lammert beginnt bereits um 19 Uhr).
Den Saisonabschluss der Frankenberger Winterabende wird der Besuch des Philosophen und Bestsellerautors Dr. Richard David Precht bilden. Mit einem bildungsphilosophischen Thema „Schule? Nein, Danke!“ wird Precht am Dienstag, 24. März, nach Goslar kommen. Als Anhänger des Kommunitarismus, einer dem Gemeinwohl verpflichteten Philosophie einer aufgeklärten Bürgerschaft, tritt Precht dafür ein, in Schulen hervorragende Praktiker oder auch pensionierte Fachleute unterrichten zu lassen. Im Klartext heißt das: Die Kinder sollten nicht allein dem beamteten Lehrerpersonal ausgesetzt sein.
Die Winterabende beginnen jeweils um 20 Uhr (mit Ausnahme am 12. März) im Kleinen Heiligen Kreuz oder – bei erwartet großem Andrang in der Frankenberger Kirche. Ein kleiner geselliger Imbiss und eine Diskussion schließen sich an. Der Eintritt ist frei, Spenden zur Finanzierung der Referentenhonorare sind willkommen.