Stromatolithe zum Geotop des Jahres 2011 erklärt

Ein Stromatolith gleicht einem riesigen versteinerten Blumenkohl. Foto: Dr. George (Foto: Dr. George)

Naturwunder aus der Zeit des Unteren Buntsandsteins vor rund 220 Millionen Jahren

Clausthal-Zellerfeld/Quedlinburg (bo). Seit 1971 gibt es einen Vogel des Jahres, seit 1989 den Baum des Jahres. 2011 werden es Gartenrotschwanz und Elsbeere sein. Warum nicht auch einen Geotop des Jahres, fragten sich die Mitglieder des Beirats des Geoparks Harz . Braunschweiger Land . Ostfalen? Während ihrer letzten Sitzung im Oberharzer Bergwerksmuseum in Clausthal-Zellerfeld beschlossen sie deshalb, Stromatolithe zum Geotop des Jahres 2011 zu erklären. Im Gebiet des Geoparks sind diese Naturwunder aus der Zeit des Unteren Buntsandsteins vor rund 220 Mio. Jahren an mehreren Stellen zu entdecken. Die bedeutendsten Aufschlüsse befinden sich im Huy bei Wilhelmshall (Landkreis Harz), am Heeseberg westlich von Jerxheim (Landkreis Helmstedt) und an den Westersteinen bei Bartolfelde (Landkreis Osterode am Harz). Ein Stromatolith gleicht einem riesigen versteinerten Blumenkohl. Blütenpflanzen spielten bei der Entstehung allerdings keine Rolle. Vielmehr sehen wir heute in den Stromatolithen das Ergebnis des Wachstums und des Stoffwechsels von Mikroorganismen, die an den Ufern eines urzeitlichen Binnenmeeres lebten.
Geotope sind Fenster in die Erdgeschichte. Sie gewähren Einblicke in die Entstehungsgeschichte unserer heimatlichen Landschaften. Mit der Aktion „Geotop des Jahres“ möchte der Geopark auf den wissenschaftlichen Wert und die besondere Schutzwürdigkeit bestimmter geologischer Erscheinungen aufmerksam machen und natürlich dazu einladen, in den Regionen von Harz und Braunschweiger Land auf Entdeckungsreise zu gehen. Dazu wird es 2011 auch spezielle Veranstaltungsangebote geben. Sie werden rechtzeitig angekündigt unter der Rubrik Neuigkeiten auf der Internetseite www.harzregion.de