Sturmtief Niklas wütet in der Region

Der rote Renault Twingo wurde gegen 16 Uhr unter einem umgestürzten Baum begraben.

In der Seesener Gartenstraße stürzt Baum auf einen Kleinwagen

Seesen. Das Sturmtief Niklas hat Deutschland zur Stunde fest im Griff. Allerorten halten umgestürzte Bäume und herabgestürzte Dachziegel die Einsatzkräfte in Atem.
Auch in Seesen wütet der Sturm heftig. Wie die Polizei aktuell mitteilt sind gegenwärtig nahezu alle Bundes- und Landesstraßen rund um die Sehusastadt von herabstürzenden Bäumen betroffen. Es gilt also erhöhte Vorsicht walten zu lassen.
Auch die Niedersächsischen Landesforsten haben eine entsprechende Warnung herausgegeben.Die Wälder in den Mittelgebirgen sind derzeit vom Sturm Niklas besonders betroffen. Von Hannoversch Münden entlang der Weser über den Solling bis in die nördlichen Ausläufer des Weserberglandes hat der Sturm Schäden im Wald angerichtet. Die Niedersächsischen Landesforsten warnen vor dem Betreten der Wälder. Autofahrer sollten Straßen durch Waldgebiete meiden und sichere Umwege wählen. Im Niedersächsischen Forstamt Dassel stürzte am Morgen eine Fichte auf einen PKW, der Fahrer blieb unverletzt. Mehrere öffentliche Forststraßen im Solling sind bereits gesperrt. Auch Landstraßen sind durch umgestürzte Bäume nicht befahrbar. Im Harz beseitigen Mitarbeiter des Forstamtes Lauterberg derzeit Sturmschäden auf der Landstraße 602 zwischen Zorge und Hohegeiß. Die L 602 ist aktuell gesperrt. Forstleute rechnen mit weiteren Windwurf-Schäden, da der Boden infolge anhaltender Regenfälle aufgeweicht ist.
Spaziergänger sollten die Wälder erst wieder betreten, wenn der Sturm vollständig abgezogen ist. Auch Tage nach einem Unwetter mit schweren Sturmböen können abgebrochene Äste, die noch in den Baumkronen hängen, Waldbesucher gefährden. Wanderer müssen in den kommenden Wochen damit rechnen, dass einzelne Bäume über den Wegen liegen. Eine Bilanz der Schäden wird erst nach einigen Wochen möglich sein, so die Erfahrung von Klaus Jänich, dem Vizepräsidenten der Niedersächsischen Landesforsten.
In der Sehusastadt, genauer in der Gartenstraße, stürzte gegen 16 Uhr in Folge des Sturms ein Baum auf einen roten Renault Twingo und begrub den Kleinwagen unter sich.
Meteorologen gehen davon aus, dass der Sturm noch bis in den Abend für heftige Probleme sorgen dürfte. Gegen 21 Uhr sollte jedoch nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes das Gröbste überstanden sein.