Trinkwasserschutzkooperation gegründet

Die Trinkwasserschutzkooperation umfasst beispielweise auch die Granetalsperre bei Goslar.

Freiwillige Zusammenarbeit zwischen Landwirten und Wasserversorgen wird mit Landesmitteln unterstützt

Forst- und Landwirte arbeiten beim Trinkwasserschutz mit den regionalen Wasserversorgern Hand in Hand. Diese freiwillige Zusammenarbeit wird jetzt in der neu gegründeten Trinkwasserschutzkooperation Westharz besiegelt. Es ist die erste Trinkwasserschutzkooperation in Niedersachsen, die fast ausschließlich forstwirtschaftlich geprägt ist. „Ziel ist es, insbesondere die Trübstoffbelastung der Harzer Talsperren durch eine stärkere Eigenverantwortung der Akteure vor Ort zu verringern“, erklärte der Umweltminister Stefan Birkner am Sonntag in Hannover. „Denn sie kennen die örtlichen Gegebenheiten und können die besten Lösungen erarbeiten.“
Die Geschäftsführung der Trinkwasserschutzkooperation liegt bei der Harzwasserwerke GmbH. Der Zusammenschluss umfasst die Trinkwassergewinnungsgebiete von Söse-, Innerste-, Oker- und Granetalsperre sowie von Radau, Gose, Wintertalbach, Gelmke, Dörpketalbach und Ammenstalbach. Die Gebiete haben eine Gesamtfläche von rund 29.000 Hektar und werden überwiegend forstwirtschaftlich und zu einem kleinen Teil als Grünland genutzt.
Die Gründung der Kooperation wird seitens des Landes vom Niedersächsischen Landesbtrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) begleitet. „Die in den Gebieten wirtschaftenden Forst- und Landwirte werden künftig durch die von den Harzwasserwerken beauftragten Experten beraten und erhalten Ausgleichszahlungen für eine trinkwasserschonende Wirtschaftsweise“, erklärte Thorsten Hartung vom NLWKN. Für Ausgleich und Beratung stehen der Kooperation für die Jahre 2013 bis 2017 insgesamt 1.379.000 Euro aus Landes- und EU-Mitteln zur Verfügung. Mehr als eine Million Euro davon sind reine Landesmittel.