Wilde Katzen am Grünen Band

Für Wanderer schwer in freier Wildbahn anzutreffen: die Harzer Wildkatze.

Wanderausstellung gibt tolle Einblicke in das faszinierende Leben der Luchse

Nein, die wilden Katzen des Harzes sind nicht krank. Sie besuchen vielmehr im Rahmen einer Ausstellung das Herzberger Krankenhaus.
Luchs und Wildkatze im Harz zu beobachten ist nicht leicht, denn erst wenn am Abend die meisten Wanderer schon längst wieder zu Hause sind, werden die Wildtiere so richtig aktiv und streifen durch die Wälder.

Wer dennoch Einblicke in deren Leben gewinnen möchte, kann dies mittels moderner Technik tun. Eine mobile Video-Kamera und zahlreiche Fotofallen liefern aktuelle Bilder und Filme von Luchsen, Wildkatzen und anderen Tieren auf die dafür eingerichtete Internetseite www.wilde-katzen.eu.
Dies alles sind Teile des Projektes „Wilde Katzen am Grünen Band“. Umgesetzt hat es die Nationalparkverwaltung Harz.
Eine Wanderausstellung gibt Interessierten eine weitere Möglichkeit die wilden Katzen zu erleben. Diese ist ab sofort in der Klinik Herzberg zu sehen.
Stellwände und ein interaktiver Monitor zeigen eine Auswahl von Fotos und Filmen, die in freier Wildbahn aufgenommen wurden. Und erklären, wieso die wilden Katzen und das Grüne Band zusammen gehören: Rund 18 Kilometer lang zieht sich die ehemalige innerdeutsche Grenze durch das nördlichste deutsche Mittelgebirge. Einst befestigter Grenzstreifen ist es nun ein besonderer Ort für die Natur und Wanderkorridor für viele Wildtierarten. Auch der berühmte Tierfilmer Andreas Kieling hat schon über diese besondere Natur in einigen Filmen berichtet.
Während die Wildkatze im Harz einstmals eines ihrer letzten Rückzugsgebiete hatte und von dort aus inzwischen ganz Südniedersachsen zurück erobert hat, ist der Luchs seit dem Jahr 2000 auf dem Gebiet des Nationalparks erfolgreich wiederangesiedelt worden. Inzwischen gibt es jedes Jahr Nachweise von Jungtieren.
Das Projekt „Wilde Katzen am Grünen Band" ist Teil des Programms „Natur erleben" des Niedersächsischen Umweltministeriums und wurde mit Mitteln des Landes und der EU gefördert. Für zwei Monate wird die Ausstellung in der Herzberger Klinik zu sehen sein. Danach zieht die Ausstellung weiter, um noch vielen Menschen Einblicke in das Leben der faszinierenden wilden Katzen zu geben. bo/mn