„Wir wollen die Hälfte vom Kuchen“

Die Bürgermeister Ralf Abrahms (Bad Harzburg), Erik Homann (Seesen) und Dr. Oliver Junk (Goslar) sowie Goslars Kämmerer Dirk Becker (von links) halten die Pläne der Kreisverwaltung für nicht tragbar. Sie fordern eine Senkung der Kreisumlage oder zumindest keine Erhöhung.

Bürgermeister aus Goslar, Seesen und Bad Harzburg kritisieren Pläne zur Kreisumlage scharf

Scharfe Kritik üben die Bürgermeister des Mittelzentralen Verbundes, namentlich Goslars Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk sowie die Bürgermeister aus Seesen, Erik Homann, und Bad Harzburg, Ralf Abrahms, an den neuesten Plänen der Kreisverwaltung zur Kreisumlage.
Wie der „Beobachter“ bereits berichtete, soll die Kreisumlage nach einer einmaligen Senkung um zwei Prozentpunkte in diesem Jahr ab 2016 wieder auf das alte Niveau zurückgeführt werden. Für die kreisangehörigen Kommunen hätte das erhebliche Mehrausgaben im sechs- und für die Kaiserstadt Goslar sogar im siebenstelligen Bereich zur Folge.
In einem kurzfristig einberufenen Pressegespräch machten die drei Bürgermeister gestern ihrem Ärger über die Haushaltspläne des Landkreises Luft und sparten dabei nicht an deutlichen Worten.
So bezeichnete Seesens Verwaltungschef Erik Homann die Vorgehensweise der Kreisverwaltung als „intransparent“. Man könne sogar den Eindruck gewinnen, so Homann weiter, der Landkreis versuche seine Pläne durch die gewählte Form der Kommunikation bewusst zu „verschleiern“. Stein des Anstoßes bildet dabei die Pressemitteilung, auf deren Grundlage auch unsere Zeitung über das Eckwertepapier zu den Haushaltsplanungen des Landkreises berichtete.
In dieser Meldung seitens der Kreisverwaltung werde die Erhöhung der Kreisumlage nach Meinung der drei Bürgermeister bewusst heruntergespielt und durch die Ankündigung, dass „Überschüsse aus dem Jahresabschluss künftig zu 60 Prozent an die kreisangehörigen Kommunen ausgeschüttet werden sollen“ sogar noch schöngeredet. Erik Homann: „Da wird eine für unsere Städte negative, weil sehr kostenintensive Planung, so dargestellt, als würden wir am Ende sogar noch davon profitieren.“

Den vollständigen Artikel, mit noch weiterer Kritik an Landkreis und Landrat sowie einigen Hintergründen zur Kreisumlage lesen Sie in unser heutigen Printausgabe (29. Mai).