Wohnungsbau auf dem Fliegerhorst

Auf dem Gelände des ehemaligen Fliegerhorstes in Goslar plant die Klosterkammer Hannover, Wohnungen zu bauen. Die alten Unterkünfte sollen erhalten bleiben und modernen Ansprüchen angepasst werden.

Klosterkammer zeigt Investitionsbereitschaft / Gewerbeansiedlungen sollen ebenfalls folgen

Auf dem Gelände des Goslarer Fliegerhorstes soll sich in den nächsten Jahren einiges tun. Dies ist das erklärte Ziel von Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk und der Klosterkammer Hannover. Die Hannoveraner wollen Wohnungen auf dem ehemaligen Militärstützpunkt errichten und dabei die bestehenden Gebäude integrieren. Diese Pläne stellte Dr. Junk am Dienstag zusammen mit Dr. Matthias Nagel als Vertreter der Klosterkammer, Kornelia Köneke, Architektin der Firma Liemak, und dem Wirtschaftsförderer der Stadt Goslar, Dirk Becker, der Presse vor.
Das Areal des Fliegerhorstes reicht in seiner Größe an die Fläche der gesamten Goslarer Altstadt heran. Es steht also genügend Platz für ehrgeizige Pläne zur Verfügung. Der Fliegerhorst ist aktuell noch im Besitz der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA), die Stadt verfügt aber bereits über das Planungsrecht. Die Bundesanstalt wird potenziellen Käufern aber keine Steine in den Weg legen. Ein Verkauf der Anlage, so sagten es zumindest hochrangige Vertreter der BImA, „werde nicht am Preis scheitern“.
Das Interesse der Klosterkammer an Teilen des Areals begründete Dr. Nagel mit der tiefen Verwurzelung der Kammer in dieser Region: „Die Region ist eine Liegenschaft, in der wir sehr viel Eigentum haben. Goslar ist deshalb ein wichtiger Standort für uns. Eine Weiterentwicklung deshalb auch von persönlicher Bedeutung.“
Die Pläne der Klosterkammer sehen vor, im östlichen Bereich des Fliegerhorstes insgesamt über 60 Wohneinheiten zu schaffen. 30 dieser Einheiten sollen demnach in Bestandsgebäude integriert werden und mehr als 30 Einheiten sollen als neue Wohnungen und Bauflächen entstehen. Die Fläche, auf der die neuen Wohnungen entstehen könnten, misst etwa 9 Hektar, dass entspricht circa 100.000 Quadratmetern.
Oberbürgermeister Junk erklärte, dass die Nachnutzung des Fliegerhorstes hohe Priorität im Rathaus genießt. „In Goslar wurde viel zu lange an einen Fortbestand des Fliegerhorstes als militärische Anlage geglaubt. Das hat zu großen Nachteilen geführt, die jetzt abgebaut werden müssen“, so Dr. Junk.
Der Oberbürgermeister arbeitet zusammen mit seinem Wirtschaftsförderer Dirk Becker seit gut einem Jahr an einem Konzept zur Nachnutzung. Da sich schnell abzeichnete keinen Käufer für das gesamte Gelände zu finden, wuchs die Idee, den Fliegerhorst in Teilen, also Stück für Stück zu entwickeln.

Mehr zum Wohnungsbau auf dem Fliegerhorst erfahren Sie in der heutigen Ausgabe des Seesener Beobachter.