Zehntausende Besucher feiern ausgelassen

Voll, voller, Marktplatz. Vor der Bühne von Radio ffn war am Freitagabend kaum noch ein Durchkommen möglich. Grund dafür war vor der Auftritt der Deutsch-Rock-Band Jupiter Jones.

Tag der Niedersachsen an Abwechslung kaum zu überbieten

Von Maximilian Strache

Goslar/Vienenburg/Wöltingerode. Besser als beim Tag der Niedersachsen, der in den vergangenen drei Tagen die Region auf Trab hielt, hätten sich die Veranstaltungsorte Goslar, Vienenburg und das Klostergut Wöltingerode nicht präsentieren können. Bereits am Freitag eroberten nach Angaben von Goslars Polizeisprecher Sascha Göritz rund 15.000 Besucher die beiden Städte und das Klostergut.
In Goslar, wo die meisten Programmpunkte stattfanden, strömten alleine am Freitagabend schon 10.000 Gäste in die Innenstadt. In Vienenburg waren es immerhin noch 2.000, und auf dem historischen Klostergut 3.000 Gäste. Über das gesamte Wochenende verteilt haben mehrere zehntausend Menschen den Tag der Niedersachsen ausgelassen gefeiert.
Das Programm bestach dabei vor allem durch seine Vielseitigkeit. Egal ob Rock, Pop oder Schlager. Auf den insgesamt zehn Bühnen gaben sich die Künstler die Klinke in die Hand. In Goslars Innenstadt hatten der Norddeutsche Rundfunk und der private Radiosender ffn das Geschehen fest im Griff. Morgenmän Franky (ffn) heizte den Gästen auf dem Marktplatz am Freitagabend rund drei Stunden ein, bevor die Deutschrock-Formation „Jupiter Jones“ die Stimmung zum Überkochen brachte.
Auf der Wiese vor der Kaiserpfalz, die ein wunderbares Festival-Flair versprühte, sorgte der NDR an drei Tagen für ein abwechslungsreiches und ansprechendes Programm. Höhepunkt wird für viele der Auftritt von „Pohlmann“ am Freitagabend gewesen sein, der seit seinem Hit „Wenn jetzt Sommer wär“ zu den festen Größen in der bundesdeutschen Musikszene zählt.
Aber auch auf den anderen Bühnen, wo etwas weniger prominente Acts auftraten, war die Partylaune sehr ausgeprägt. Am Museumsufer spielten neben dem in unserer Region beliebten Liedermacher Frank Bode auch die Folk-Punk-Kapelle „The Irreformable“ und die Liedermacherin Sahra Reichmann.
Die Bühne an der Hauptschule Kaiserpfalz widmete sich hauptsächlich der darstellenden Kunst. So sorgten beispielsweise am Freitagabend die „Improkokken“ und „Die 5. Dimension“ für ein unterhaltsames Improvisations-Theater.
Den größten Zulauf hatte allerdings die Bühne von Radio ffn. Das mag vor allem am massenkombatiblen Programm gelegen haben. Wer es etwas beschaulicher wollte, hatte unter anderem die Möglichkeit beim Landestrachtenverband vorbeizuschauen, der etwas außerhalb des Party-Trubels bezaubernde Unterhaltung bot.
Bei allem Lob darf aber auch die Kritik nicht zu kurz kommen. Vor allem die Preise an den zahlreichen Imbiss- und Getränkeständen waren gepfeffert, und werden so manche Familie von einem längeren Aufenthalt abgehalten haben. So wurden beispielsweise für eine kleine Portion Gyros satte fünf Euro fällig. Und auch die Getränkepreise hätten etwas günstiger ausfallen dürfen.
Nichtsdestotrotz kann der 33. Tag der Niedersachsen als ein großer Erfolg gewertet werden, der eine exzellente Werbung für die Region und die drei Veranstaltungsorte war.