3:2 – Scheinpflug krönt sein starkes Comeback

Oberliga Niedersachsen: Goslarer SC entführt mit etwas Glück drei Punkte aus Oldenburg

Goslar (cfk). Oldenburg scheint ein gutes Pflaster für den Goslarer SC zu sein. Mit einem 3:2 (2:1)-Erfolg kehrten die Kaiserstadt-Kicker zurück. Teczan Karabulut erzielte in der letzten Minute den am Ende glücklichen, aber dennoch verdienten Siegtreffer beim Oberliga-Konkurrenten VfB.
„Das war Balsam auf unsere Seele“, freute sich Manfred Wölpper. Dennoch war der Trainer des GSC nicht vollends zufrieden. „Wir müssen in der ersten Hälfte schon den Sack zumachen“, beklagte er erneut die schlechte Chancenauswertung, „Filip hat den Torwart schon ausgespielt und trifft dann den Pfosten“, schildert er die dickste Chance, die Sajbidor jedoch vergab. Statt früh ein Gegentor zu kassieren, gelang den Kaiserstadt-Kickern selbst einmal eine frühe Führung. Einen Eckball auf den langen Pfosten köpfte Andre Hofer ins Gewühl, Alexander Scheinpflug stand goldrichtig und spitzelte den Ball über die Linie (11.).
„Damit hat er seine bärenstarke Leistung gekrönt“, freute sich Wölpper für den erstmals seit Januar und auskuriertem Kreuzbandriss wieder im Kader stehenden Defensivmann. „Ich bin froh, dass ich den Mut hatte ihn von Anfang an zu bringen“, klopfte er sich gleich noch selbst verbal auf die Schulter. Goslar drückte weiter, erspielte sich immer wieder Chancen. Auch die Kreativ-Abteilung erwischte einen guten Tag, was sich nicht zuletzt bei der starken Vorbereitung des 2:0 zeigte.
Teczan Karabulut und Suri Ucar hebelten mit Kurzpassspiel über den Flügel die Abwehr des VfB aus. Von der Grundlinie zog Ucar den Ball nach innen, Sajbidor ließ ihn durch die Beine auf den mitgelaufen Nils Pölzing durch, der mühelos versenkte (27.). Der etwas überraschende Gegentreffer noch vor der Pause gab den Gastgebern allerdings neuen Schwung.
Und da mit Pölzing und Peter Endres zwei Defensivespieler des GSC verletzt ausschieden, gelang dem immer stärker werdenden VfB tatsächlich der Ausgleich (80.). „Aber wir haben endlich mal das Glück auf unserer Seite gehabt“, kommentierte Wölpper den Siegtreffer. Karabulut startete zu einem fulminanten Lauf über die rechte Seite und schaffte dann noch einen sehenswerter Treffer über den etwas zu weit vor seinem Tor stehenden VfB-Keeper hinweg den Siegtreffer.
Neben Endres und Pölzing, bei dem der Verdacht auf eine schwerere Gehirnerschütterung besteht, zogen sich auch Hofer und Slavomir Lukac Verletzungen zu.
Bei Lukac, der sich im Sommer erst das Nasenbein gebrochen hatte, besteht der Verdacht auf einen Handbruch. Bleibt zu hoffen, dass sich bis kommenden Sonntag, wenn Tabellennachbar Hildesheim zum Derby antritt, das Lazarett wieder etwas gelichtet hat.

Goslarer SC: Lauenstein – Lukac, Kalkan, Scheinpflug, Pölzing (69. Eckermann) – Pett, Endres (79. Vranic) – Karabulut, Ucar, Sajbidor – Hofer (58. Szweda)

Tore: 0:1 Scheinpflug (11.), 0:2 Pölzing (27.), 1:2 Schwarz (35.), 2:2 Franziskus (80.), 3:2 Karabulut (90.)
Schiedsrichter: Patrick Schult (Hamburg)
Zuschauer: 1200