6:2 – GSC feiert Kantersieg

Der GSC war den Gästen Ramlingen-Ehlershausen über das gesamte Spiel überlegen.
 
Von Beginn an machten die Kaiserstadt-Kicker deutlich, wer der die Fäden in der S-Arena in der Hand hat.

Oberliga: Goslar überrennt überforderten SV Ramlingen-Ehlershausen

Mit einem 6:2 (1:1)-Kantersieg fertigte Oberligist Goslarer SC den SV Ramlingen-Ehlershausen ab. Kein Wunder, dass Manfred Wölpper, Trainer der Kaiserstadt-Kicker, mit einem breiten Grinsen seine Mannen nach der Partie herzte. „Sechs Siege aus den letzten sieben Spielen kann sich sehen lassen“, strahlte er, und „endlich haben wir mal richtig Tore geschossen.“

Goslar (cfk). Dabei hätte die Ausbeute gegen völlig überforderte Gäste eigentlich höher sein müssen. Nur der starke SV-Keeper Brosche verhinderte ein womöglich zweistelliges Resultat. Was der Rest seiner Kollegen zeigte, war eigentlich nicht Oberliga tauglich. Und das lag nicht allein am gefrorenen Rasen in der S-Arena, wo der GSC doch antreten musste, da der Kunstrasen des SV Rammelsberg bereits belegt war.
Bei strahlendem Sonnenschein und eisigen Temperaturen macht der GSC von beginn an Dampf. Der Ball lief wie am Schnürrchen durch die Reihen der Kaiserstadt-Kicker, der Gast suchte sein Heil, wenn man es wohlwollend betrachtet, im englischen Stil: Lange und hohe Bälle nach vorne in der Hoffnung, dass ein eigener Mann mal richtig steht. Doch meist landeten diese Bälle bei den wesentlich beweglicheren Goslarern oder aber im Aus.
Der GSC tat sich allerdings schwer gegen die geballte Abwehrmacht der Ramlinger ein Mittel zu finden. Lediglich wenn über die Flügel gespielt wurde, kam regelmäßig Gefahr vor dem Gästekasten auf. Dennoch dauerte es bis zur 24. Minute, ehe der einmal mehr unermüdlich rackernde Andre Hofer für sein Nachsetzen belohnt wurde. SV-Verteidiger Buchholz wollte den Ball zwei Meter vor dem Wegschlagen, schoss aber dem heranstürmenden Hofer mitten auf die Brust. Von da prallte der Ball unhaltbar zum 1:0 ins Netz.
Der GSC machte nun den Fehler sich auf dem Tor auszuruhen. Zwar beherrschte man Ball und Gegner, doch fehlte der letzte Biss. So kam der SV zum Ausgleich, als er das zweite Mal mit Ball den GSC-Strafraum erreicht hatte. Aus dem Gewühl kam Brunne zum Schuss und traf zum Pausenstand.
Wölpper hatte in der Kabine gemahnt, die eigenen Stärken wieder auszuspielen. Und so drehte der GSC wie zu Beginn der Partie auf. Als dann Martin Pett einen an Filip Sajbidor verschuldeten Strafstoß zum 2:1 (50.) verwandelte, erlahmte die Gegenwehr des SV. Ucar per Doppelschlag (61./64.), Szweda (79.) und Kalkan (89.) trafen noch. Den Gegentreffer zum 2:5 durch Becker (87.) nahm der laut „Torwart“ rufende Nico Lauenstein auf seine Kappe. „Da habe ich mich verkalkuliert“, ärgerte er sich über den Patzer.
Ucars zweiter Treffer zeigte, über welches Ballgefühl der kleine Spielmacher verfügt. Denn aus vollem Lauf und etwa 25 Meter Torentfernung lupfte er den Ball über den in Höhe des Elfmeterpunktes lauernden Gästekeeper. Und Szweda war gerade erst eine Minute für Ucar auf dem Feld, als er seinen Treffer markierte.
Wenn am Mittwoch (18 Uhr, S-Arena) auch Hildesheim bezwungen werden kann, hat sich der GSC im oberen Tabellenbereich etabliert. Wer weiß, was bei jetzt noch 20 ausstehenden Partien noch möglich ist...

Goslarer SC 08: Nico Lauenstein – Slavomir Lukac, Ihsan Kalkan, Alexander Scheinpflug, Nils Pölzing – Martin Pett, Peter Endres – Teczan Karabulut (80. Enrico Maaßen), Suri Ucar (78. Karol Szweda), Filip Sajbidor – Andre Hofer (80. Daniel Arsovic)

Tore: 1:0 Hofer (24.), 1:1 Brunne (35.), 2:1 Pett (Foulelfmeter/50.), 3:1, 4:1 Ucar (61./64.), 5:1 Szweda (79.), 5:2 Becker 87.), 6:2 Kalkan (89.)

Schiedsrichter: Patrick Düver (Suderburg)

Zuschauer: 250