Der Goslarer SC trifft auf den SC Victoria Hamburg

16. Spieltag der Regionalliga Nord

Wieder heißt es „drei mal drei“ in der Regionalliga Nord. Während am Freitag die Derbys in Bremen und Wilhelmshaven im Fokus stehen, ist das Führungstrio der Liga am Sonnabend und Sonntag aktiv. Daneben gibt es am 16. Spieltag viele spannende Duelle um den Anschluss ans Mittelfeld der Tabelle.

Werder Bremen II – VfB Oldenburg (Fr., 19 Uhr). Die Bremer bestreiten am Freitag ihr 500. Spiel in der Regionalliga Nord, und sie gehen locker in dieses Jubiläum. „Das wird ein spannendes Derby. Ich hoffe, dass die Oldenburger viele Fans mitbringen, so dass wir eine tolle Fußballatmosphäre genießen können“, sagt Trainer Thomas Wolter. Nach zwei Siegen in Folge hat sein Team den Anschluss an das Spitzentrio hergestellt. Es kassierte in seinen acht Heimspielen allerdings schon zwei Niederlagen. Beim VfB ist man zwar seit sieben Spielen ohne Sieg. Zuletzt sorgte das 3:3 beim BV Cloppenburg aber für einen Teilerfolg der Oldenburger – das letzte Derby sorgte für etwas mehr Zuversicht. Nach einem Innenbandanriss im Knie wird Leo Baal allerdings sechs Wochen fehlen.

SV Meppen – FC Oberneuland (Fr., 19 Uhr). Der Gastgeber landete bei der knappen 1:2-Niederlage gegen Werder die Anerkennung für einen couragierten Auftritt, und dem FCO ging es zuletzt nicht anders: Nach wie vor ersatzgeschwächt hatten die Bremer dem Tabellenzweiten Holstein Kiel bei der 1:3-Pleite lange Zeit getrotzt. Die Bilanz konnte diese Partie indes nicht verbessern: Oberneuland ist nun seit acht Spielen ohne Punkt, könnte am Freitag aber wieder auf Nils Laabs (Rotsperre abgelaufen) setzen. In Meppen freut man sich, dass nach Kiel (1:4) und Werder nun wieder ein Gegner wartet, der nicht zur Spitzengruppe zählt.

SV Wilhelmshaven – BV Cloppenburg (Fr., 19.30 Uhr). Seit vier Spielen ist der Gastgeber nun sieglos. Zuletzt gelangen dem SV Wilhelmshaven mit dem Remis gegen Havelse (0:0) und in Neumünster (1:1) aber zwei respektable Ergebnisse. Der BV Cloppenburg musste das 3:3-Unentschieden gegen Oldenburg nach 3:1-Führung dagegen eher als Misserfolg verbuchen. Nun will man seine Auswärtsschwäche überwinden: Lediglich Victoria Hamburg (2) gewann auf gegnerischen Plätzen weniger Zähler als der BVC (4).

Holstein Kiel – Hamburger SV II (Sa., 14 Uhr). Kurz schütteln, und dann geht es weiter: Die Störche haben den mühsamen 3:1-Sieg in Oberneuland abgehakt. „Meine Mannschaft hat in einem echten Kampfspiel Charakter bewiesen, ich bin sehr erleichtert“, so Trainer Thorsten Gutzeit. Holsteins sportlicher Leiter Andreas Bornemann: „Solche Spiele gegen tiefstehende Mannschaften muss man für sich entscheiden, wenn man oben landen will. Der Erfolg ist eine gute Grundlage für die nächsten Wochen.“ Gegen den HSV II steht die Mannschaft vor einer vermeintlich leichten Aufgabe. Die Hamburger sind nun seit drei Spielen ohne Punktgewinn. Sie weisen auswärts aber immerhin eine ausgeglichene Bilanz auf (2-2-2).

VfL Wolfsburg II – ETSV Weiche Flensburg (Sa., 14 Uhr). Der 4:0-Erfolg bei Victoria Hamburg war der dritte Sieg im dritten Spiel unter Neutrainer Rüdiger Ziehl – es läuft derzeit richtig gut für die kleinen Wölfe. Aber verstecken muss sich auch der ETSV nicht. Zwar ging das Heimspiel gegen Lübeck mit 0:1 verloren. Zuvor war der starke Aufsteiger allerdings in sieben Spielen nur einmal ohne Punkte geblieben. Und eines steht nach dem bisherigen Saisonverlauf fest: Die Flensburger sind am stärksten, wenn niemand etwas von ihnen erwartet. Da kommt ihnen das Gastspiel beim Tabellendritten vielleicht gerade recht.

FC St. Pauli II – TSV Havelse (Sa., 14 Uhr). Eine beeindruckende Serie liegt hinter den Gästen: Sie sind nun seit zehn Ligaspielen unbesiegt und holten stattliche 24 von 30 möglichen Punkten in diesen Partien. Da kann man vor dem Duell mit St. Pauli, seit fünf Partien ohne Punktgewinn, schon mal an einen Selbstläufer denken. Aber Trainer Andre Breitenreiter warnt: #Ich hoffe, dass alle auf dem Boden bleiben.“ Ist dies der Fall, steht der Fortsetzung der Serie wohl nichts im Weg.

Goslarer SC – SC Victoria Hamburg (So., 14 Uhr). Bei den Gästen aus Hamburg ist man ziemlich froh, dass es mit dem FCO derzeit eine noch erfolglosere Mannschaft gibt. Immerhin ist der Vorletzte nun seit fünf Spielen ohne Punkt. Die Goslarer können nach den Erfolgen gegen Oberneuland (4:1) und beim HSV II (2:0) nun auch im dritten Spiel gegen eine Mannschaft aus dem Tabellenkeller punkten und den sechsten Platz stabilisieren.

VfB Lübeck – Hannover 96 II (So., 15 Uhr). Zwar gelang den Lübeckern beim 1:0-Sieg in Flensburg ein Erfolgserlebnis. Doch gegen 96 II hängen die Trauben derzeit recht hoch. Seit fünf Spielen sind die Niedersachsen nun siegreich, zuletzt fertigten sie St. Pauli II mit 7:0 ab. Einer dürfte besonders motiviert sein beim Gastspiel in Lübeck: Deniz Kadah, mit 16 Saisontreffer wie Cloppenburg Krohne an der Torjägerspitze, trat in seiner Karriere bereits zwei Mal im Trikot des VfB an.

BSV Schwarz-Weiß Rehden - VfR Neumünster (So, 15 Uhr). Die Duelle mit der Ligaspitze missrieten dem BSV zuletzt: Weder gegen 96 II (1:2), noch in Havelse (1:3) gab es Punkte für das Team von Predrag Uzelag. Mit dem VfR Neumünster ist nun aber ein Team aus dem gehobenen Mittelfeld zu Gast. Der VfR behautet sich jedoch auch deshalb auf dem siebten Rang, da er zehn Punkte aus seinen sieben Auswärtsspielen holte. Die Rehdener sind dagegen alles andere als heimstark: Erst ein Sieg aus sechs Partien auf eigenem Platz (1-3-2).