Eintracht Braunschweig siegt mit drei späten Toren

Eintracht Braunschweig bejubelt die erneute Tabellenführung.

2. Bundesliga: Durch 3:0-Erfolg gegen den MSV Duisburg die Tabellenführung gesichert / Sonntag Topspiel

Eintracht Braunschweig hat die Tabellenführung in der 2. Bundesliga durch einen 3:0-Erfolg gegen den MSV Duisburg zurückerobert. 19.115 Zuschauer im Eintracht-Stadion sahen lange Zeit ein Spiel ohne die großen Torraumszenen. In den letzten zehn Minuten drehten die Hausherren auf und stellten durch Treffer von Marc Pfitzner (81.), Pierre Merkel (83.) und Dennis Kruppke (87.) den Endstand her.
Torsten Lieberknecht änderte seine Startformation im Vergleich zum Auswärtsspiel beim TSV 1860 München auf drei Positionen. Anstatt Mirko Boland (Achillessehnen-Probleme), Kevin Kratz und Orhan Ademi liefen die Korte-Zwillinge und Marc Pfitzner von Beginn an auf. Nach einem kurzen Abtasten in der Anfangsphase kamen die Hausherren in der 14. Spielminute das erste Mal zum Abschluss. Ken Reichel schlenzte das Leder von der Strafraumgrenze auf das Tor von Felix Wiedwald, scheiterte jedoch am glänzend reagierenden MSV-Schlussmann.
In der Folge entwickelte sich ein zähes Spiel mit vielen Fouls. Beiden Teams gelang es nur selten gefährlich vor dem gegnerischen Tor aufzutauchen und Chancen zu kreieren. Einzig ein 25-Meter-Freistoß von Dennis Kruppke (28.) segelte nur knapp am linken Pfosten vorbei. Kurz vor der Halbzeitpause kamen die Duisburger noch einmal gefährlich vor das Tor. Doch BTSV-Torwart Daniel Davari konnte den Schuss von Valeri Domovchiyski mit dem Fuß im letzten Moment abwehren. So ging es torlos in die Pause.
Beide Mannschaften starteten unverändert in die zweite Hälfte. Die Gastgeber erwischten den besseren Start und waren sofort bemüht, den Führungstreffer zu erzielen. Chancen ergaben sich gegen die dicht gestaffelte MSV-Defensive jedoch vorerst keine. Eintracht dominierte zwar das Spiel, es fehlte jedoch die nötige Kreativität. Zu häufig wurden lange Bälle in die Spitze gespielt, mit denen die Zebras jedoch keine Probleme hatten. Lieberknecht reagierte und brachte mit Damir Vrancic (für R. Korte) und Orhan Ademi (für Kumbela) frische Kräfte. Vom MSV Duisburg war in der zweiten Hälfte wenig bis gar nichts zu sehen. Viele der 19.115 Zuschauer rechneten schon mit einem 0:0. Doch die Löwen wurden für ihren nimmermüden Einsatz schließlich doch noch belohnt.
In der 81. Spielminute schalteten die Blau-Gelben blitzschnell um und konterten den MSV im eigenen Stadion aus. Gianluca Korte lief auf links die Linie hinunter und flankte den Ball in die Mitte. Dort tauchte Marc Pfitzner völlig frei auf und traf volley zur langersehnten 1:0-Führung. Drei Minuten später ging Kruppke auf der rechten Seite bis zur Torlinie und passte den Ball in den Rückraum zu dem gerade eingewechselten Pierre Merkel. Der Stürmer baute mit seinem ersten Ballkontakt die Führung der Löwen zum vorentscheidenden 2:0 (83.) aus. Den Schlusspunkt setzte der Kapitän der Löwen dann schließlich selbst. Nach einem Schnitzer von MSV-Verteidiger Adli Lacheb netzte Kruppke im Nachsetzen zum 3:0-Endstand ein.
Die letzte Aktion des Spiels gehörte Ademi, der mit einem Lattentreffer aus 20 Metern nur die Latte traf. Es war der bereits siebte Aluminiumtreffer für die Blau-Gelben in dieser Saison. Durch den hart erkämpften, aber am Ende verdienten Sieg, holte sich die Lieberknecht-Elf die Tabellenführung vom FC Energie Cottbus zurück.
Mit nunmehr 19 Punkten aus sieben Spielen stehen die Löwen auf Rang eins. Somit kommt es am Sonntag in Kaiserslautern zum Topspiel des achten Spieltags. Ab 13.30 Uhr tritt Eintracht auf dem Betzenberg gegen die Roten Teufel an.