„Es gibt nur noch Endspiele“ – Wölfe gegen Rostock und den AEC gefordert

Wollen dem AEC und Rostock einen heißen Kampf liefern: Die Harzer Wölfe um Kapitän Stefan Bilstein (schwarz, hinten) und Alexander Deibert (vorne), hier in einer Szene aus dem Hinspiel gegen Adendorf. (Foto: Koch)

Eishockey-Oberliga: ESC Braunlage empfängt am Freitagabend den Rostocker EC

Spitzenspiele im Doppelpack: Die Devise des vergangenen Wochenendes gilt beim Eishockey-Oberligisten ESC Harzer Wölfe Braunlage auch für das anstehende Wochenende. Am Freitag empfangen die Wölfe den aktuellen Spitzenreiter Rostocker EC im heimischen Wurmbergstadion, Spielbeginn gegen die Piranhas ist um 20 Uhr. Am Sonntag ab 19 Uhr steht dann die Revanche beim Adendorfer EC auf dem Programm.

Braunlage (bo). „Es gibt nur noch Endspiele“, hat Wölfe-Coach John Noob schon längst als Parole ausgegeben. Wollen die Harzer den Sprung unter die Top Zwei, und damit in die Meisterrunde schaffen, dann muss in beiden Spielen gegen die direkte Konkurrenz gepunktet werden. Die Liga zeigt sich dabei eng und spannend wie schon lange nicht mehr. Rostock hat sich nach Minuspunkten ein wenig abgesetzt, liegt aber dennoch nur knapp vor dem Verfolgerquartett aus Hannover, Adendorf, Timmendorf und Braunlage.
Ausgerechnet in dieser entscheidenden Saisonphase plagen die Wölfe jedoch Personalsorgen. Etliche Spieler sind angeschlagen, die Ausfälle von Noob selbst und Stürmer Michele Meridian sicher. Umso mehr hoffen die Harzer im Duell mit Rostock auf die Unterstützung der Fans. Wie beim 3:2-Triumph kurz nach Weihnachten soll den Piranhas erneut der Schneid abgekauft, die Punkte im Wurmbergstadion behalten werden.
Angeführt werden die Rostocker vom Slowaken Karol Bartánus. Der Liga-Topscorer, 1997 von den Boston Bruins sogar im NHL-Draft berücksichtigt, bringt es nach 19 Spielen auf unglaubliche 90 Scorerpunkte. 43-mal traf er selber, zu weiteren 47 Toren gab der Außenstürmer die Vorlage. Ihm kaum nach steht Viatcheslav Koubenski, der sowohl im Angriff als auch in der Verteidigung spielen kann. 67 Punkte, verteilt auf 13 Tore und 54 Vorlagen, sind eine ebenso eindrucksvolle Bilanz. Im Sturm mit Paul Stratmann und Erik Haiduk oder in der Verteidigung mit Vitalij Blank und Ronny Schneider stehen den Rostockern weitere starke Spieler zur Verfügung. Tobias John ist zudem ein sicherer Rückhalt zwischen den Pfosten.
Allerdings mussten der REC im Laufe der Saison auch schon einige personelle Rückschläge verkraften. Pavel Blaha und Kapitän Jens Stramkowski fallen mit Verletzungen bis zum Saisonende aus. Zudem verließ Verteidiger Ralf Herbst aus familiären Gründen die Piranhas und ging zurück in seine Heimat Bietigheim. Die Rostocker reagierten inzwischen und verpflichteten im Gegenzug drei neue Spieler. Für Belebung im Sturm soll der Tscheche Petr Sulcik sorgen. In der Verteidigung wurde aus Salzgitter Marvin Gräser geholt und zudem Frank Hanske reaktiviert.
Beim Gastspiel in der Heide wollen die Wölfe Revanche für die am vergangenen Sonntag erlittene 1:2-Penaltyniederlage nehmen. Den Adendorfern um ihren tschechischen Goalie Michal Marik gelang es als erste Mannschaft, in dieser Saison in Braunlage zu gewinnen. Nun soll der Spieß natürlich umgedreht werden. Den Harzern könnte in die Karten spielen, dass beim AEC Kapitän Denny Böttger und Verteidiger Tim Exner noch immer gesperrt ausfallen. Doch auch ohne die beiden ist der Kader der Heidschnucken tief besetzt. In der Verteidigung sorgen der Kanadier Jeff McDowall, Ex-Wolf Markus Schneider und Blueliner Frank Richardt für Ordnung. Der Sturm um die jungen Marlon Czernohous und Dennis Szygula ist auch in der Breite gut aufgestellt.
Es wird wie im Hinspiel, als sich beide Teams einen spannenden Kampf auf Augenhöhe lieferten, wieder darauf ankommen, welche Mannschaft weniger Fehler macht.