Es ist vorbei

Kampf bis zum bitteren Ende: Lukas Brückner im Zweikampf um den Puck.

Falken beenden Saison nach aufopferungsvollem Kampf in Langenhagen

Auch wenn am Ende nach rund zwei Stunden Spielzeit in der Eishalle ein 6:4-Heimsieg für die Hannover Scorpions auf der Anzeigetafel stand, wurden die Harzer Falken von rund 150 mitgereisten Fans für ein tolles und aufopferungsvolles Spiel gefeiert.

Schon vor Spielbeginn sorgten die Falken für eine erste Überraschung. Auf der Spielerliste stand Florian Böhm, welcher nach einer schweren Schulterverletzung im November lange Zeit verletzt zuschauen musste. Die Falken reisten mit allem an, was der Kader nach einer harten Saison noch hergab. Durch Verletzungen und Krankheiten fielen neben den bekannten Spielern zusätzlich auch noch Fabian Pyszynski wegen eines Virus und Semen Glusanok mit Kopf-Nacken Beschwerden nach einem Check vom letzten Spiel aus.
Doch der Start sollte wie in den ersten beiden Begegnungen den Gastgebern aus Langenhagen besser gelingen. Nach nur drei Minuten lagen die Falken bereits mit 0:1 zurück und mussten somit direkt wieder einem Rückstand hinterherrennen. Doch das Konzept von Coach Bernd Wohlmann schien aufzugehen, denn die Falken blieben weiterhin am Drücker, konnten sich aber im ersten Drittel nicht mehr belohnen und so ging es mit einem knappen Rückstand in die erste Pause.
Das zweite Drittel lief gerade einmal 133 Sekunden, da setzte erneut Mike Schwindt einen Lauf auf das Scorpions Tor an und verwandelte zum 1:1. Der Jubel auf Seiten der Falken kannte keine Grenzen und die Fans sangen „Jetzt geht’s los“. Es vergingen weitere fünf Minuten in denen die Falken aggressives Eishockey zeigten und die Scorpions immer wieder in Bedrängnis brachten, ehe Robert Wittmann in der 28. Spielminute die erstmalige Führung für die Falken besorgte. Fans und Betreuer lagen sich zu diesem Zeitpunkt in den Armen. Es roch nach einem weiteren Heimspiel am Sonntag. Doch die Scorpions kehrten nun auch wieder mehr ins Spiel zurück und konnten in Überzahl nach 32 Minuten das 2:2 erzielen. Doch die Falken ließen sich am gestrigen Abend einfach nicht unterkriegen und konnten durch Lukas Brückner erneut in Führung gehen. Mit dieser engen Führung ging es dann auch in die letzte Pause.
Durch den knappen Rückstand waren die Scorpions natürlich noch heißer auf das letzte Drittel und kamen leider mit mehr Energie aus der Kabine. Durch ein Tor nach nur 18 Sekunden glich man den Rückstand aus und konnte in der 44. Minute sogar mit 4:3 in Führung gehen. Kurz danach fiel dann in der 46. Minute sogar das 5:3. Besonders ärgerlich dabei war, dass bei den beiden letzten Toren jeweils Strafzeiten für die Scorpions nicht gepfiffen worden waren. So lag beim 4:3 Michael Fichtl neben dem Tor und hatte den Helm nicht mehr richtig auf, der Schiedsrichter entschied dabei allerdings auf weiterspielen. Auch ein Stockschlag wurde beim 5:3 nicht gegeben, wodurch Morczinietz unbedrängt auf Mario D‘Antuono zulaufen konnte.