Etliche Strafen ärgern die Wölfe bei Niederlage in Heerenveen

EHC Braunlage unterliegt auswärts mit 3:6

Braunlage (bo). Nach dem harten Kampf am Freitag, bei dem die Harzer Wölfe im Spiel gegen die Heerenveen Flyers mit einem 6:4-Sieg belohnt wurden, musste der Eishockey-Oberligist am Sonntag beim Rückspiel in Heerenveen vor rund 500 Zuschauern eine 3:6-(1:0, 0:2, 2:4)-Niederlage mit nach Hause bringen. Wie schon beim ersten Auswärts-Testspiel gegen FASS Berlin, haderten die Wölfe mit der Leistung der Schiedsrichterin.
Zu Beginn des ersten Drittels verspieletn beide Vereine mehrfach gute Chancen; auch im weiteren Verlauf des Spiels sollte dies das größte gemeinsame Problem bleiben. In Unterzahl gelang Stefan Bilstein schließlich doch das 1:0 (13.); er hatte sich aus der Verteidigungszone herausgekämpft und den Puck im Tor versenkt.
Wölfe-Keeper Mario D’Antuono wurde im zweiten Drittel stark durch den niederländischen Erstligisten gefordert. Er zeigte aber eine souveräne Leistung und war kaum zu bezwingen. Im Powerplay sorgt Nationalspieler Bert van den Braak für den Ausgleichstreffer, indem er den Puck zwischen Bein und Torstange an D’Antuono vorbei mogelt (26.). Eine Minute später war D'Antuono erneut chancenlos. Mike Nason knallte den Puck satt in den linken Winkel. Turbulent verliefen die nächsten Minuten. Nachdem bisher nur Strafen gegen den ESC gefallen waren, platzte dem Team nach einer Zehn-Minuten-Strafe gegen Bilstein und einer 2+2+10+20 Minuten-Strafe gegen Spielertrainer Marc Garthe der Kragen. Kurzfristig fuhren die Harzer vom Eis. Immerhin, in der Folge erkannte die Schiedsrichterin auch Fouls auf Seiten der Flyers. Die Unterzahl überstanden die Wölfe derweil durch viel Kampfgeist schadlos.
Kurz nach Anpfiff des Schlussdrittels schob Paul Vincent (41.) für die Flyers den Puck zwischen den Beinen von D’Antuono hindurch zum 1:3. Auch das nächste Tor durch Titarenko (44.) kann der Wölfe-Goalie nicht verhindern. Dafür verkürzt Travis Whitehead, der kanadische Neu-Wolf, zum 2:4 (44.), ehe Vincent erneut traf (46.). Nach zwei nicht gepfiffenen Checks gegen den Kopf von John Noob kommt es zu einem Handgemenge, infolgedessen Dennis Schreur und Noob vorzeitig zum Duschen geschickt wurden. Obwohl den Harzern nun nur noch zehn Feldspieler zur Verfügung stehen, bewiesen sie großes Durchhaltevermögen und Kampfgeist. Erik Pipp (52.) konnte auf 3:5 verkürzen (52.). Vincent setzte im Thialf-Ijsstadion allerdings den Schlusspunkt für die Gastgeber (59.).
Trotz der Niederlage zeigte sich Spielertrainer Marc Garthe sehr zufrieden mit der Leistung seines Teams: „Die Jungs haben sich heute sehr gut geschlagen. Obwohl wir nur mit 13 Spielern angetreten sind, hätten wir das Spiel gewinnen können. Die Entscheidungen der Schiedsrichterin waren sowohl für uns als auch für den Vorstand der Mannschaft aus Heerenveen nicht nachzuvollziehen.“
Auch nach Spielende nahm die Aufregung nicht ab. Eine Panne an einem der beiden genutzten Kleinbusse sorgte für einen unfreiwilligen Aufenthalt der Mannschaft in einer Autobahnabfahrt. Nur etwa 30 Minuten vom Stadion entfernt platzte ein Reifen. Nach einer rund zweistündigen Pause und dank der kräftigen Mithilfe von Mario D’Antuono und Erik Pipp konnte die Heimfahrt endlich weitergehen.
Statistik: Tore: 0:1 Bilstein (Garthe) 12:33, 1:1 Van den Braak (Dijkstra, Nason) 25:21, 2:1 Nason (Janssen, Wilson) 26:47, 3:1 Vincent (Postma, Terjohins) 40:35, 4:1 Titarenko (Vincent, Levitin) 43:04, 4:2 Whitehead (Pipp) 43:39, 5:2 Vincent (Nason) 45:12, 5:3 Pipp (Bilstein) 51:21, 6:3 Vincent (Timmermans, Idzenga) 58:09; Strafen: Heerenveen Flyers 10 + 25 für Schreur – ESC Harzer Wölfe Braunlage 10 + 10 für Bilstein + 10 für Garthe + 20 für Garthe + 25 für Noob; Zuschauer: circa 500.